Bürki und BVB-Defensive sind der Schlüssel zum 2:1-Sieg in Mainz - erneut trifft Alcacer

dzEinzelkritik

Beim neunten Saisonsieg konnte sich der BVB in Mainz vor allem auf die Defensive und einen starken Roman Bürki verlassen. Offensiv blieb Dortmund vieles schuldig.

Mainz

, 24.11.2018, 17:53 Uhr / Lesedauer: 3 min

Roman Bürki: Bekam schon in der ersten Hälfte reichlich Gelegenheit, sich auszuzeichnen, was bei der unangenehmen Kälte in Mainz sicher nicht so schlecht war. Die Flanke von Mateta entschärfte er sehr aufmerksam (11.), stark auch im Eins-gegen-Eins gegen den Mainzer Angreifer (20.). Den Schuss von Aaron lenkte er mit einer Hand über die Latte (27.). Note: 2,0

Lukasz Piszczek: Begann offensiv ordentlich mit einer perfekten Flanke auf den Kopf von Marco Reus (10.). Seine Kopfballabwehr in die Spielfeldmitte aber eröffnete Aaron die große Schusschance (27.). Danach bekam er auch auf der Seite mehr Probleme. Dass er in Mainz besondere Momente kreieren kann, hatte er schon im Jahre 2011 mit seinem Siegtor in der Schlussminute bewiesen – ein Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft. Auch sein 2:1-Treffer am Samstag war wichtig – und sehenswert obendrein. Der Schlenzer ging von der Unterkante der Latte ins Netz (76.). Note: 3,0

Manuel Akanji: Erledigte seinen Job mit großer Abgeklärtheit. Zur Pause hatte er vier Zweikämpfe geführt und alle gewonnen, als aufmerksamer Abwehrchef bügelte er alle brenzligen Situationen aus. Mateta ließ ihn nur einmal schlecht aussehen, als er einen engen Haken mit einem tollen Linksschuss knapp neben das Tor abschloss (74.). Note: 2,0

Dan-Axel Zagadou: Kam nach einer Ecke von Jadon Sancho völlig frei zum Kopfball, den er aber genau auf den Körper von Mainz-Keeper Robin Zentner platzierte (4.). Defensiv hatte er wieder die Ruhe weg. Sein Klärungsversuch vor die Füße brachte Mateta allerdings eine gute Schusschance (47.). Danach aber wieder souverän. Den davoneilenden Mateta stoppte er wichtig und sehenswert (65.). Note: 2,5

Achraf Hakimi: Brosinski nahm sich seiner liebevoll an, wann immer er offensive Vorstöße starten wollte. Seiner Stärke war er damit beraubt, einige ungewohnt fahrige Abspiele gesellten sich hinzu. Es war über 90 Minuten kein guter Tag des Marokkaners. Note: 5,0

Axel Witsel: Defensiv verteilte er zunächst wie gewohnt mit großer Zuverlässigkeit die Bälle, als nach vorne wenig ging, fasste er sich auch offensiv ein Herz: Erst ein Gewaltschuss mit links (21.), Zentner hatte die Finger dran. Dann noch einer mit rechts (22.). Fälschte den Pass, der zum Ausgleich führte, unglücklich ab. Ordentlich, aber nicht so prägend wie sonst. Note: 3,0

Thomas Delaney: Lief viel, arbeitete viel – Struktur aber bekam er nicht ins Dortmunder Spiel. Sah noch vor der Pause Gelb für ein Einsteigen gegen Mateta (34.). Musste auch nach dem Seitenwechsel viel unsichtbare Arbeit verrichten. Das gelang ihm dann besser. Note: 3,5

Jadon Sancho: Eine Flanke auf Mario Götze war seine einzige offensive Ausbeute der ersten 45 Minuten (9.). Im abwehrverhalten mit bekannten Schwächen, gewann bis zur Pause nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe, ließ dort auch taktisch Luft nach oben. Sein übertriebenes Dribbling brachte Mainz eine weitere gute Chance (65.). Toll allerdings dann sein Pass auf Reus vor dem 1:0. Note: 4,0

Marco Reus: Setzte nach Piszczeks Flanke einen Kopfball knapp neben das Mainzer Tor (10.). Arbeitete viel für die Mannschaft, offensiv ging allerdings auch bei ihm nicht viel. Den Querpass auf den eingewechselten Alcacer aber spielte er dann perfekt (67.). Ließ dann allerdings mit Alcacer den Mainzer Hack ungehindert ziehen – das war der Ausgangspunkt zum 1:1. Note: 3,5

Jacob Bruun Larsen: Bei allem Bemühen ohne großen Impulse für das Offensivspiel, leichte Ballverluste vereitelten einige Angriffe schon im Ansatz. Blieb bis zur Auswechslung bemüht und wollte es wie beim Tunnelversuch gegen Aaron am Ende auch erzwingen. Note: 4,5

Mario Götze: Stand etwas überraschend wieder in der Startelf. Sein Schuss nach Flanke von Sancho wurde geblockt, es sollte der einzige Abschluss bleiben (9.). Fleiß und Willen waren ihm nicht abzusprechen, viel kam nicht dabei herum. Im Kombinationsspiel mit ungewohnt vielen Fehlern, seine Passquote lag bis zu seiner Auswechslung bei für ihn schwachen 64 Prozent. Das überlagerte auch seinen wieder großen Laufeinsatz. Note: 4,0

Paco Alcacer (ab 64. für Götze): Alles wie immer am Tag nach der festen Verpflichtung! Der Spanier setzte die herausragende Tor-Serie nur 120 Sekunden nach seiner Einwechslung fort. Alcacer wandelt nach seinem achten Jokertor auf historischen Pfaden. Alles Taco mit Paco. Note: 2,5

Christian Pulisic (77. für Bruun Larsen) und Abdou Diallo (83. für Hakimi) bleiben ohne Note.

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