Brandt nach BVB-Pleite: „Keiner ist an seine Leistungsgrenze gekommen“

Borussia Dortmund

Die BVB-Blamage gegen Mainz wirkt nach. Julian Brandt und Thorgan Hazard finden nach dem 0:2 selbstkritische Töne. Sebastian Kehl übt deutliche Kritik. Die Stimmen zum Spiel.

Dortmund

, 17.06.2020, 23:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch einer der besseren BVB-Spieler gegen Mainz: Julian Brandt.

Noch einer der besseren BVB-Spieler gegen Mainz: Julian Brandt. © imago / Sven Simon

So äußerten sich die wenigen redebereiten Borussen nach dem 0:2 gegen den FSV Mainz 05:


Sebastian Kehl (Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung): „Wir haben zu wenig investiert. Mainz hat früh gemerkt, dass hier etwas geht und ist insgesamt neun Kilometer mehr gelaufen. Wir hätten einen großen Schritt machen können zur Vize-Meisterschaft, jetzt müssen wir das am Samstag tun. Nach dem Spiel heute muss man sich Kritik gefallen lassen. Ich hatte vorher nicht das Gefühl eines Spannungsabfalls im Training oder in der Vorbereitung. Im Spiel sah das anders aus, da muss sich jeder hinterfragen. Wir sollten aber nicht aufgrund dieses einen Ergebnisses alles in Frage stellen. Wir haben auch in Düsseldorf mit einer schwachen Leistung noch gewonnen, aber diese Gier war heute nicht zu sehen. Der Corona-Verdachtsfall bei Gio Reyna ist eine Falschmeldung. Er ist krank, wie das allen anderen Menschen auch mal passiert. Er steckt weiter im Testverfahren, alle Tests waren negativ, auch bei ihm am Wochenende. Man sollte mit diesem Thema sensibler umgehen.“

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Lucien Favre (BVB-Trainer): „Die Saison war lang. Wir haben immer probiert, unser Bestes zu geben. Wir können uns nicht erlauben, nachzulassen. Heute waren wir nicht gut, das war eine große Enttäuschung, wie wir gespielt haben. Wir haben den Gegner ein wenig unterschätzt. Wir müssen mehr Geduld und mehr Willen haben gegen solche Mannschaften. Wir haben alle zusammen als Mannschaft nicht gut verteidigt. Uns haben vorne die Balleroberungen gefehlt, da waren wir nicht alle bereit. Da fehlten die Sprints, da fehlte Spielintelligenz. Das fängt vorne an, dann geht es im Mittelfeld weiter und dann in der Verteidigung. Beim ersten Tor machen wir drei, vier oder fünf Fehler nacheinander. Das geht so nicht gegen einen Gegner, der sehr athletisch ist und viel Power hat.“

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Bundesliga, 32. Spieltag: BVB - FSV Mainz 05 0:2 (0:1)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FSV Mainz 05.
17.06.2020
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Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FSV Mainz 05.© dpa
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Julian Brandt (BVB-Mittelfeldspieler): „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Keiner ist an seine Leistungsgrenze gekommen. Gegen eine Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt, muss da mehr kommen von uns, dafür ist die Bundesliga zu eng. Wir sind neun Kilometer weniger gelaufen, das zeigt den Willen, den die Mainzer mehr hatten und einen Teil unseres Problems. Das größere Problem war diesmal, was wir mit dem Ball gemacht haben. Da haben wir zu viele Fehler gemacht. In Leipzig wird es am Samstag nochmal knallen. Das wird ein ganz anderes Spiel, denn wir hatten jetzt drei Gegner, die tief standen und wo wir immer den Ball hatten. Eine unserer größten Stärken ist ja das Kontern. Jetzt kommt ein Gegner, der selber das Spiel machen möchte, da wird alles etwas offener.“

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Thorgan Hazard (BVB-Offensivspieler): „Das war eins der schlechtesten Spiele hier zu Hause. Wir haben nicht gut gespielt heute, das war nicht genug von uns. Es hat viel gefehlt. Pressing, Torchancen, eigentlich alles. Mainz hat mehr gekämpft. Die ganze Mannschaft will den zweiten Platz. Jetzt müssen wir alle zusammen ein gutes Spiel gegen eine gute Mannschaft von RB Leipzig zeigen.“

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