Börsen-Experte: „Kaufen“ - die BVB-Aktie ist mindestens 10,50 Euro wert

dzBorussia Dortmund

Rund um 8,50 Euro pendelte die BVB-Aktie in den vergangenen Wochen. Analyst Marcus Silbe (FMR) sieht das Wertpapier sogar bei 10,50 Euro – wenn ein paar wichtige Faktoren stimmen.

Dortmund

, 03.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum vierten Mal hintereinander geben die Analysten von Frankfurt Main Research für die BVB-Aktie eine „Kaufen“-Empfehlung. Als Kursziel legen die Branchenexperten 10,50 Euro fest. Der Puma-Deal sei im aktuellen Kurs bereits eingepreist gewesen, sagt Analyst Marcus Silbe und erklärt, was für das ausgegeben Konzernziel von 500 Millionen Euro Umsatz eintreten muss.

Warum halten Sie an Ihrem Kursziel von 10,50 Euro fest?

Anzeige


Unsere Substanzwert-Analyse zeigt, dass die Aktie grundsätzlich unterbewertet ist. Hinzu kommen die Möglichkeiten im sportlichen Bereich, wo der BVB noch in drei Wettbewerben sportlich überraschen kann.

Man spielt noch im DFB-Pokal mit, in der Bundesliga sieht es trotz der Niederlage gegen den FC Bayern nicht schlecht aus. Und allem voran die Champions League könnte ein neuer Trigger-Punkt für die Aktie werden, sollte der BVB sich für die K.o.-Runde qualifizieren.

Das ergäbe in allen drei Wettbewerben eine gute Ausgangslage für das neue Kalenderjahr. Sollte der BVB 2020 eine gute Form zeigen und international sogar noch eine Runde weiterkommen, mindestens das Halbfinale im DFB-Pokal oder bis Ende um die Meisterschaft mitspielen, wäre das Kurspotential weiterhin sehr positiv zu sehen.

Was muss passieren, damit die BVB-Aktie dauerhaft über 10 Euro liegt?

Da sich ein Fußballverein grundsätzlich durch die fundamentalen Zahlen stetig weiterentwickelt, steigt auch der innere Wert der Aktie. Wir denken, dass spätestens mit der Bekanntgabe der neuen Bundesliga-TV-Rechte die Aktie oberhalb von 10 Euro liegen sollte und sich - abgesehen von einer Baisse - auch weiter nach oben entwickelt.

Was sind, aus Börsensicht, die spannendsten Wachstumsfaktoren außerhalb des Fußballs?

Wie oben genannt der neue TV-Deal für die Bundesliga, für die nationalen und mittlerweile auch für die internationalen Rechte. Auch der Wegfall des ursprünglichen Vertrages mit Vermarkter Lagardere, der weitere Ausbau der Werbeerlöse im internationalen Bereich und mögliche Szenarien von einer angedachten Super League oder einer Umgestaltung der Champions League würden die Perspektiven noch besser erscheinen lassen.

Wie wirkt sich der 250-Millionen-Euro-Deal mit Ausrüster Puma aus?

Grundsätzlich sehr positiv, da der BVB nun einen zweistelligen Millionenbetrag zusätzlich pro Jahr bekommt und diesen Eins-zu-eins in neue Spieler, Gehälter und den Ausbau der Infrastruktur investieren kann.

Jetzt lesen

Somit steigt der innere Wert des Unternehmens nachhaltig. Insgesamt erhöht sich durch den neuen Vertrag der Spielraum beim Cash Flow und er minimiert weiter die Abhängigkeit von teuren Spielerverkäufen, um weiter zu investieren.

Ist das Umsatz-Ziel von 500 Millionen Euro - ohne Transfers - aus Ihrer Sicht realistisch?

Aktuell entwickelt sich der BVB in Richtung 400 Millionen Euro exklusive Transfers. Gehen die genannten Wachstumsfaktoren teils in Erfüllung, sind 500 Millionen Euro ohne Transfers in den nächsten Jahren auf jeden Fall möglich.

Aber garantiert ist es nicht, da einige Verträge nicht direkt vom BVB gesteuert werden können wie die TV-Rechte an der Bundesliga oder die Ausschüttungen der Gelder aus der Champions League.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Borussia Dortmund
Warum BVB-Spieler Thorgan Hazard sportlich endlich in Dortmund angekommen ist
Hellweger Anzeiger Borussia Dortmund
Von der Diva zum Zauberer: Die bemerkenswerte Wandlung des Jadon Sancho beim BVB
Hellweger Anzeiger Gastkolumne
Mehr als nur ein Ausflug: Slavia Prag setzt gegen den BVB voll auf Punkte - und auf Geld