Arkadiusz Milik zum BVB? Das sagen unsere Reporter

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In der Gerüchteküche brodelt es. Aktuell im Fokus: Arkadiusz Milik, der mit dem BVB in Verbindung gebracht wird. Wir erklären, wo das Gerücht herkommt und bewerten, was dran ist.

Dortmund

, 20.08.2019, 15:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

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Die italienische Sportzeitung „Tuttosport“ hat gemeldet, dass Borussia Dortmund gerade ein Angebot vorbereitet für Mittelstürmer Arkadiusz Milik vom Serie-A-Klub SSC Neapel. Milik solle ausgeliehen werden.


Was zeichnet den Spieler aus?

„Arek“ Milik gilt als Klasse-Angreifer. Der 25-jährige polnische Nationalspieler bringt zwar die Körpermaße eines Brechertyps mit (1,86 Meter groß, 80 Kilo schwer), zu seinen Stärken zählen aber Dribblings und technische Feinheiten. Milik verfügt über einen sehr guten linken Fuß und internationale Erfahrung. Nach einem enttäuschenden Start in die Profikarriere in Leverkusen und Augsburg schaffte er vor vier Jahren den Durchbruch im Trikot von Ajax Amsterdam. Von dort zog es ihn weiter zum SSC Neapel, der 35 Millionen Euro Ablöse für den Stürmer bezahlte. Es lohnte sich, denn Milik traf für Napoli bislang 36 Mal in 91 Pflichtspielen. Auch in Polens Nationalteam ist Milik gesetzt.

Arkadiusz Milik zum BVB? Das sagen unsere Reporter

Arkadiusz Milik sammelte unter anderm für Augsburg schon Bundesliga-Erfahrung. © imago

Was sagt unser BVB-Reporter Sascha Klaverkamp?

Ein Glückwunsch geht an den, der Arkadiusz Milik im Kader hat. Denn er ist ein Stürmer mit hoher Qualität. Aber: Borussia Dortmund hat einen nun vollends fitten Paco Alcacer im Sturmzentrum, der Spanier trifft und trifft, er ist eingespielt mit Marco Reus und Co., er passt ins System von Trainer Lucien Favre – und Alcacer ist bestimmt nicht schlechter als Milik. Zudem steht in Mario Götze ein hochkarätiger Ersatz beim BVB fürs Sturmzentrum bereit. Der BVB braucht Milik also nicht.

Die Situation könnte sich nur grundlegend ändern, falls Götze seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag in Dortmund nicht verlängert und sich noch in diesem Transferfenster einem anderen Klub anschließt.

Stand heute aber macht ein Wechsel zum BVB auch aus Sicht Miliks wenig Sinn. Er ist im Angriff des SSC Neapel gesetzt, er fühlt sich im Team von Trainer Carlo Ancelotti wohl, er spielt in der Champions League. Warum sollte er in Dortmund einen Platz auf der Ersatzbank riskieren? Milik käme wohl erst ins Grübeln, falls sich Neapel wirklich, wie ein anderes Gerücht besagt, die Dienste von Inter Mailands Stürmer Mauro Icardi sichern sollte - und Milik auch am Vesuv nicht mehr zu den Stammkräften zählen sollte.

Ein weiteres Problem: Der Vertrag des Polen beim SSC läuft noch zwei Jahre, ob Neapel einem Leihgeschäft zustimmen würde, ist unwahrscheinlich. Bliebe also ein Kauf. Aber mehr als 40 Millionen Euro Ablöse, und so hoch ist Miliks Marktwert derzeit mindestens – wird Dortmund in diesem Sommer nicht mehr ausgeben..


Unser Fazit:

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