Alcacer macht den BVB-Abflug nach Villarreal - Entscheidung bei Can naht

Borussia Dortmund

Der BVB und Paco Alcacer - was im Sommer 2018 so verheißungsvoll begann, endet nun in der vorzeitigen Trennung. Bei Emre Can naht die Entscheidung.

Dortmund

, 30.01.2020, 19:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alcacer macht den BVB-Abflug nach Villarreal - Entscheidung bei Can naht

Paco Alcacer unterschreibt beim FC Villarreal einen Vertrag bis 2025. © FC Villarreal

Das zähe Warten auf gesicherte Fakten auf der Zielgeraden der Winter-Transferperiode hatte am Donnerstagabend um 18.31 Uhr endlich ein Ende. Da meldete Borussia Dortmund den Wechsel von Paco Alcacer zum FC Villareal. Am Mittag hatte Michael Zorc bestätigt, dass der Stürmer für „finale Gespräche mit einem Klub in Spanien“ freigestellt worden sei. Alcacer hatte schon am Vormittagstraining nicht mehr teilgenommen und den Medizincheck absolviert.

Alcacer bricht seine Zelte beim BVB nach nur 17 Monaten ab

Der 26-Jährige bricht seine Zelte in Dortmund damit nach nur 17 Monaten wieder ab - und macht indirekt auch den Weg frei für die Verpflichtung von Emre Can. Für dessen Wechsel gibt es allerdings noch keine Bestätigung, der BVB-Sportdirektor gab sich am Mittag in dieser Personalie weiter zugeknöpft. „Dass wir uns mit dem Spieler befassen, das stimmt. Aber ich gebe keine Wasserstandsmeldungen ab.“ Nach Informationen dieser Redaktion sind sich die Vereine einig. Der Ball liegt nun beim Spieler, der beim BVB knapp zehn Millionen Euro brutto verdienen soll.

Dass Zorc und auch Trainer Lucien Favre auf der Pressekonferenz zum Spiel gegen Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr) fast ausschließlich über mögliche und sich abzeichnende Personalveränderungen Stellung beziehen mussten, war so zu erwarten. Spätestens am Freitag um 18 Uhr müssten die von der Can-Seite und dem BVB unterschriebenen Verträge bei der DFL eingetroffen sein.

BVB kassiert für den Alcacer-Wechsel knapp 30 Millionen Euro

Dass zuvor Alcacer seine Rückkehr in die Heimat perfekt machte, ist auch eine Komponente des Can-Transfers. Inklusive Bonuszahlungen fließen knapp 30 Millionen Euro nach Dortmund und verschaffen Dortmund den Spielraum für den Wunsch-Transfer.

Grünes Licht für einen Abgang des Torjägers zu erteilen, sei dem BVB „nicht leicht gefallen“, wie Zorc betonte. „Wenn die Parameter stimmen, müssen wir am Ende abwägen.“ Das Ergebnis dieser Analyse: Wirtschaftlich geht Dortmund sogar mit Gewinn aus dem Transfergeschäft heraus, den sportlichen Verlust glaubt der BVB auffangen zu können. Die Doppelspitze Hazard/Sancho als Alternative zu Erling Haaland habe gut funktioniert, erklärte Zorc. Und menschlich hält sich der Verlust in Grenzen. Unausgesprochener Tenor: Ein notorisch unzufriedener Alcacer hätte nicht geholfen und wäre auf Dauer ein potenzieller Störfaktor gewesen.

Last-Minute-Abgänge sind beim BVB nicht ausgeschlossen

Weitere personelle Veränderung sind nicht ausgeschlossen: Jacob Bruun Larsen ist der wahrscheinlichste Kandidat für einen Last-Minute-Wechsel. Allerdings trainierte der Däne am Donnerstag normal mit.

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen