Ärger für Dickel und Owomoyela: BVB verurteilt verunglimpfende Äußerungen

Entgleisung bei Testspiel-Übertragung

Ärger für das Moderatoren-Duo Dickel und Owomoyela: Nach verunglimpfenden Äußerungen im BVB-Livestream während des Testspiels gegen Udinese Calcio hat sich der Verein klar positioniert.

Dortmund

, 05.08.2019, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ärger für Dickel und Owomoyela: BVB verurteilt verunglimpfende Äußerungen

Vergriff sich im Ton: BVB-Moderator und Stadionsprecher Norbert Dickel. © imago

Dickel und Owomoyela hatten in einem völlig misslungen Versuch, witzig rüberzukommen, deutlich übers Ziel hinausgeschossen. Während der Live-Übertragung des Testspiels in Altach (4:1) am 27. Juli bezeichneten sie die italienischen Spieler als „Itaker“, der Spieler Kevin Lasagna hieß plötzlich „Kevin Lasagne“.

BVB gibt eine offiziellen Stellungnahme ab

Nach den starken Regenfällen während der zweiten 45 Minuten stand der Rasen komplett unter Wasser - daraufhin parodierte Owomoyela Adolf Hitler und sprach davon, dass „große Schlachten geschlagen wurden“.

Nach einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks distanzierte sich Borussia Dortmund am Montag in einer offiziellen Stellungnahme. Darin heißt es:


„Patrick Owomoyela und Norbert Dickel engagieren sich bei uns seit Jahren intensiv in der Anti-Rassismus-Arbeit. Beiden waren ihre Äußerungen von vor neun Tagen ausgesprochen unangenehm. Sie waren zutiefst enttäuscht von sich selbst! Deshalb sind sie unmittelbar nach der Übertragung auf die Geschäftsführung zugegangen.“

„Wir haben ihr Fehlverhalten sanktioniert und beiden unmissverständlich verdeutlicht, dass ihr Versuch witzig zu sein vollkommen schiefgelaufen ist, absolut deplatziert war und derlei Äußerungen bei uns keinen Platz haben. Beide haben ihr Fehlverhalten bereits vor einer Woche öffentlich eingestanden und versprochen, dass sich derlei nicht wiederholen wird. Sie haben selbst während der nächsten Übertragung betont, dass sie ‚neben der Spur waren‘. Dem ist nichts hinzuzufügen.“


Bereits am Tag nach dem Spiel hatte es nach Informationen dieser Redaktion im Mannschaftsquartier in Bad Ragaz eine Unterredung mit dem Moderatoren-Duo gegeben, an der auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke teilnahm. Dort wurde Dickel und Owomoyela das Fehlverhalten aufgezeigt und sanktioniert.

Massive Kritik aus der Fanszene

In der Fanszene wurden die Entgleisungen massiv kritisiert, daraufhin hatten sich Dickel und Owomoyela zu Beginn des folgenden Testspiels gegen St. Gallen (30. Juli) entschuldigt. Man sei deutlich übers Ziel hinausgeschossen.

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