5:1 gegen Augsburg! Der BVB setzt zum Auftakt ein dickes Ausrufezeichen

Perfekter Bundesliga-Start

Der BVB setzt gleich zu Saisonbeginn ein dickes Ausrufezeichen. Das 5:1 gegen Augsburg ist Zeichen der Offensivstärke. Alcacer trifft weiter nach Belieben, Hummels ist direkt Führungsspieler.

Dortmund

, 17.08.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
5:1 gegen Augsburg! Der BVB setzt zum Auftakt ein dickes Ausrufezeichen

Die BVB-Profis feiern den perfekten Saisonstart gegen Augsburg. © Kirchner-Media

Ob diese Auftaktpartie zur neuen Bundesliga-Saison, die in 273 Tagen am besten mit der Übergabe der Meisterschale an BVB-Kapitän Marco Reus enden soll, als Blaupause dienen kann für die Art und Weise, wie gegnerische Mannschaften dieser hochgerüsteten Dortmunder Offensive begegnen wollen, das wird man erst in einigen Wochen beurteilen können. Der FC Augsburg zumindest gab nahezu 75 Prozent des Spielfeldes freiwillig preis, stellte sich vor dem eigenen Strafraum mit einem massiven 4-5-1 oder 5-4-1 auf und suchte sein Heil in guter Defensivarbeit und gelegentlichen Kontern.

Alcacers schnelle Antwort

12:1 Torschüsse, 77 Prozent Ballbesitz, viele Flanken und ein gefälliges Offensivspiel - und dennoch stand es zur Pause nur 1:1. Dortmund spielte gut, bespielte konsequent die Außenbahnen und kam zu einigen guten Torgelegenheiten. Es war skurril, dass dabei nur ein Treffer heraussprang, bei dem die Gäste auch noch mithalfen.

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Bundesliga, 1. Spieltag: Borussia Dortmund - FC Augsburg 5:1 (1:1)

Die Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg.
17.08.2019
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Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg.© dpa
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Das erste BVB-Tor der neuen Saison fiel schon nach drei Minuten, als Paco Alcacer nach der Fußbabwehr von Tomas Koubek der Ball vor die Füße fiel. Der Treffer korrigierte gleichzeitig den Albtraumstart der Borussia. 31 Sekunden nach dem Anpfiff nämlich musste Marwin Hitz den Ball schon aus dem Netz holen - das erinnerte doch sofort an die Vorsaison. Erstes Saisonspiel, 31 Sekunden gespielt, 0:1 gegen Leipzig. Hitz stand etwas überraschend auch im dritten Pflichtspiel der Saison im Dortmunder Tor, Roman Bürki schaffte es wegen des großen Trainingsrückstands nicht in den Spieltags-Kader.

Dem BVB fehlt zunächst der letzte Punch

Die Partie gegen Leipzig vor einem Jahr entschied Borussia Dortmund am Ende noch deutlich mit 4:1 für sich. Ein Spielstand, der am Samstag schon zur Pause möglich gewesen wäre. Julian Weigl (10.), Mats Hummels per Kopf (11.), Marco Reus (25.) und Axel Witsel (27.) scheiterten jeweils aussichtsreich. Der BVB kombinierte ansehnlich und suchte den Abschluss, der letzte Punch aber fehlte noch.

Der Qualitätszuwachs in den Reihen des Vorjahrs-Vizemeisters aber war dennoch deutlich erkennbar. Die Spieleröffnung ist mit Hummels‘ oft zentimetergenauen Anspielen in den Rücken der gegnerischen Abwehr deutlich griffiger und zielstrebiger, Thorgan Hazard und Nico Schulz machten auf der linken Seite viel Alarm. Das Duo bespielte konsequent die Außenbahn, ihre Hereingaben waren fast immer gefährlich.

BVB gibt nach dem Seitenwechsel Gas

Bevor das Geduldsspiel die Nerven aller zu arg strapazierte, erlöste Borussia Dortmund sich und seine Anhänger direkt nach Wiederbeginn. Axel Witsel tanzte außen mit einer Körpertäuschung drei Augsburger aus, seine scharfe Flanke landete bei Jadon Sancho. Trocken vollstreckte der Engländer ins lange Eck - 2:1 (57.). Marco Reus setzte mit dem 3:1 schon den entscheidenden Treffer (57.), Alcacer legte das 4:1 nur zwei Minuten später nach.

Dass Augsburgs Torhüter-Neuzugang Koubek bei drei der vier Dortmunder Treffer nicht gut aussah und seine Vorderleute den BVB bei den Toren ungehindert durch den Strafraum kombinieren und passen ließen, schmälerte die Dortmunder Freude über die sehenswert herausgespielten Treffer nicht. Wie groß das Potenzial dieser BVB-Mannschaft ist, wie groß ihre Lust auf Tore und gelungenen Kombinationsfußball, das wurde deutlich, als Augsburg nach dem 1:2 die defensive Ordnung verlor. Die Fuggerstädter standen sofort auf verlorenem Posten.

Reus gibt die Kapitänsbinde an Hummels weiter

Den Rest der Zeit spielte die Borussia souverän herunter. Viel Applaus gab es, als in Julian Brandt auch der vierte Neuzugang des Sommers eingewechselt wurde. Dass er mit dem 5:1 (82.) nach wunderschöner Flanke von Witsel auch noch den Endstand markierte, passte zu einem fast makellosen BVB-Nachmittag. Bemerkenswert auch, dass der ausgewechselte Kapitän Reus die Binde an einen seiner Vorgänger übergab. Mats Hummels ist mit einem natürlichen Selbstverständnis gleich wieder in eine Führungsrolle bei Borussia Dortmund geschlüpft.

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