30.000 Ticket-Anfragen fürs Revierderby, aber wenig Hoffnung beim BVB

dzBorussia Dortmund

Borussia Dortmund empfängt den FC Schalke 04 am 24. Oktober zum Revierderby. 30.000 Ticket-Anfragen liegen bereits vor - die BVB-Hoffnung auf ein Spiel vor vielen Fans ist aber gering.

Dortmund

, 16.10.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass das prestigeträchtige Revierderby zwischen dem BVB und dem FC Schalke 04 in einer Woche (24. Oktober, 18.30 Uhr) in Dortmund vor vielen Zuschauern stattfinden kann, wird immer unwahrscheinlicher. Die steigende Inzidenz in Dortmund und der Region deuten sogar auf nahezu leere Ränge im Signal Iduna Park hin.

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Hinter den Kulissen hoffen die Verantwortlichen der Dortmunder Borussia zwar noch auf eine Wende im Trend der Corona-Infektionen. Doch am Freitag erlebte schon die andere Borussia in Gladbach, was aufgrund der steigenden Zahlen unausweichlich war: Der Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) stieg am Niederrhein auf 36,8, also schritt das Gesundheitsamt ein und beschränkte den Zuschauereinlass für das Duell der Gladbacher mit Wolfsburg am Samstagabend kurzfristig auf 300 Fans.

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Da der Inzidenzwert in Dortmund am Freitagmittag schon bei 58,8 lag und in den acht Tagen bis zum Derby noch weiter klettern könnte, droht dann womöglich auch dem BVB ein gefühltes Geisterspiel. Denn das aktuelle Corona-Maßnahmenpapier der NRW-Landesregierung sieht vor, dass ab einem Inzidenzwert von 50 keine Veranstaltung mit mehr als 500 Teilnehmern genehmigt werden darf. Allein durch Mitwirkende auf und am Platz, Stadionpersonal und Berichterstatter sind in Dortmund aber bereits rund 200 Plätze vergeben.

Maximal dürfen gut 13.000 BVB-Fans ins Stadion

Borussia Dortmund hat sich zumindest vorbereitet auf den Fall, dass wider Erwarten mehrere Tausend Zuschauer das Revierderby gegen Schalke im Stadion sehen dürfen. Mehr als 30.000 Ticket-Bewerbungen sind für das Spiel in den vergangenen Tagen beim BVB eingegangen. Die unter Corona-Auflagen maximal gut 13.000 zur Verfügung stehenden Tickets für den Signal Iduna Park könnten also auch kurzfristig noch an die registrierten Fans vergeben werden. Die Organisation dafür steht im Hintergrund, auch das Stadion ist längst vorsorglich präpariert für ein Derby mit Zuschauern. Allein der Glaube daran schwindet.

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