Der Treffer von BVB-Kapitän Marco Reus allein gegen RB Leipzig reichte nicht. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Borussia Dortmund

09 Fakten: Reus zieht mit BVB-Legende gleich – erschreckende Defensivbilanz

BVB-Kapitän Marco Reus zieht durch seinen Treffer in Leipzig mit einer Vereinslegende gleich. Die Dortmunder Defensive ist anfälliger denn je. Die 09 Fakten zum Bundesliga-Topspiel.

Daheim hat der BVB alle sechs Bundesliga-Spiele in dieser Saison gewonnen, auswärts gab es hingegen drei Niederlagen in fünf Gastspielen – beim 1:2 in Leipzig enttäuschte Borussia Dortmund auf ganzer Linie. Die 09 Fakten:

01.) BVB ist kein Angstgegner mehr: RB Leipzig beendete eine Serie von acht sieglosen Pflichtspielen gegen den BVB und feierte erstmals seit vier Jahren (am 14. August gab es in Dortmund einen 3:2-Erfolg) wieder einen Sieg gegen die Borussia. Leipzig gewann dabei hochverdient, noch deutlicher als das Torschussverhältnis sprach die Qualität der Chancen für die deutliche Überlegenheit der Gastgeber.

02.) Die Power fehlt: Der BVB war den physisch starken Leipzigern in den direkten Duellen unterlegen, die Dortmunder entschieden nur 44 Prozent der Zweikämpfe für sich.



03.) Immerhin der Kapitän lieferte:
Marco Reus nutzt den ersten Dortmunder Torschuss nach der Pause zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Der 32-Jährige erzielte sein 102. Bundesliga-Tor im BVB-Trikot und zog mit Stephane Chapuisat gleich – nur Manfred Burgsmüller, Michael Zorc und Lothar Emmerich trafen häufiger für Borussia Dortmund.

04.) Vier gewinnt: Nach dem Seitenwechsel war der BVB dank der Umstellung von Dreier- auf Viererkette im Spiel. Auf nur zwei Dortmunder Torschüsse vor der Pause folgten weitere sieben.

05.) Newcomer: Thorgan Hazard spielte in den zweiten 45 Minuten erstmals in seiner Karriere als Linksverteidiger einer Viererkette. Er gewann zwar solide 64 Prozent seiner Zweikämpfe, die Gastgeber brachen über seine Seite aber immer wieder durch.

06.) Neuer Abwehrchef: Manuel Akanji agierte erstmals seit fast zwei Jahren von Beginn eines Bundesliga-Spiels an als Mittelmann einer Dreierkette. Zuletzt war das Anfang September 2019 beim 5:0-Sieg gegen Düsseldorf der Fall gewesen. Mats Hummels war am häufigsten beim BVB am Ball (73 Mal), aber deutlich zweikampfschwächer als gewohnt – er gewann nur die Hälfte seiner Duelle. In vielen Fällen kamen Dortmunds Defensivspieler einfach zu spät.

07.) Lauf, Forrest, lauf! Beide Teams schenkten sich läuferisch nichts, Dortmund zog sogar mehr Sprints an (264) als die für ihre intensive Spielweise bekannten Sachsen (255).

08.) Der Vorbereiter: Nur Thomas Meunier war beim BVB an vier Torschüssen beteiligt, es war kein Zufall, dass der Belgier die Vorlage zum Reus-Tor gab – seine nun drei Torvorlagen in dieser Saison überbietet kein anderer Borusse. Trotz Meunier agierte Dortmund aber insgesamt sehr linkslastig, drang bei 19 von 37 Eintritten in das gegnerische Drittel über den linken Flügel ein (51 Prozent).

09.) BVB anfällig: Die Borussia kassierte zum fünften Mal in dieser Saison mehr als ein Gegentor – nachdem die ersten vier Partien dieser Art dennoch gewonnen wurden, gab es nun erstmals eine Niederlage.

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann

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