Das 0:0 gegen Brügge sorgt für Ernüchterung beim BVB. Die schwache Leistung ist auffällig, allerdings kein Beinbruch. Die Formsuche des Christian Pulisic geht weiter. Dirk Krampe kommentiert.

Dortmund

, 29.11.2018, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Irgendwie fühlte man sich erinnert an so manchen nasskalten Champions-League-Abend im Herbst 2017. Das Gekicke auf dem Rasen eher uninspiriert und fehlerhaft, das Ergebnis am Ende ernüchternd und enttäuschend. Doch in den zwölf Monaten seit den internationalen Grusel-Darbietungen in der Königsklasse unter der Ägide von Peter Bosz hat sich viel verändert. Und fast alles zum Guten.

Dürftige Darbietung

Niemand wird bestreiten, dass das schmucklose 0:0 gegen einen destruktiven und nur auf Torsicherung bedachten Gegner eins der bislang schwächsten Spiele der Borussia dieser Saison war. Es gab noch nicht einmal etwas schönzureden. 2:1 Chancen zählten die Statistiker am Ende, das allein belegt die dürftige Darbietung, die so gar nicht Dortmund-like war in dieser Saison.

Bevor man allerdings zu übertriebener Kritik ansetzt: Diese Mannschaft hat viel Freude gemacht bislang. Sie hat zugegebenermaßen einige Male auch das Glück strapaziert, aber es ist eine klare Spielidee erkennbar, der Einsatz stimmt, Moral und Einstellung sowieso, oft ist der Fußball auch wieder sehr ansehnlich. Vielleicht darf man ihr dann auch so ein Spiel einfach mal zugestehen.

Schwierige Situation

Lucien Favre wird das kaum anders sehen. Er hatte geahnt, dass Brügge im tief stehenden 4-4-2 ein schwer zu knackender Gegner sein würde. Bemerkenswert übrigens, dass Favre keine Probleme hatte zuzugeben, dass er diese Taktik zwar erwartet hatte, nicht aber die systematische Ausrichtung. Er habe eher, gab er zu, mit einem 5-3-2 gerechnet. Ob das Spiel sich dann anders entwickelt hätte, bleibt eine hypothetische Annahme.

Unbestritten hätte ein Dortmunder Treffer der Partie eine andere Richtung geben können. Es gab nur wenige Chancen, aber die hatten es durchaus in sich. Dass in Christian Pulisic ein Spieler die wohl aussichtreichste vergab, passte zur schwierigen Situation des Amerikaners derzeit. Seinen Stammplatz auf der Seite hat er eingebüßt. Die Konkurrenz sei groß, meinte Favre dazu, eine durchaus bezeichnende Aussage des Dortmunder Trainers.

Angebote werden kommen

Parallel gibt es dazu beinahe täglich Gerüchte aus England, wo gleich mehrere Vereine ein Auge auf den 20-Jährigen geworfen haben sollen. Vom BVB gibt es dazu die klare Aussage, Pulisic im Winter auf keinen Fall abgeben zu wollen.

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Champions League, 5. Spieltag: BVB - FC Brügge 0:0

28.11.2018
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Brügge.© dpa
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Brügge.© Guido Kirchner
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Egal, wie die weitere Saison des in Amerika zum Super-Idol aufgestiegenen Talents verlaufen wird: Die Angebote werden kommen im Sommer, es könnte sich sogar ein regelrechtes Wettbieten um Christian Pulisic entwickeln. Da der keinerlei Signale gibt, seinen 2020 auslaufenden Vertrag verlängern zu wollen, scheint ein Abschied dann ein Jahr vor Vertragsende unausweichlich.

Durchbeißen bis Weihnachten

Ob die Diskussionen um seine Zukunft der Formkurve des Mittelfeldspielers abträglich waren oder Pulisic einfach ein Tief durchläuft, wie es jeder aufstrebende junge Fußballer wohl mal durchmacht, ist in der Bewertung eher zweitrangig. Pulisic wird sich durchbeißen bis Weihnachten - und muss dann die Rückrunden-Vorbereitung nutzen, neu anzugreifen. Er, für den es fast immer nur bergauf ging, durchlebt gerade die erste kleine Krise seiner Karriere.

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