Zwei Zeitlinien für junge Wanderer

dzNeues Streetwork-Projekt

Eine neue Stadtspiel-Story bereiten Bergkamener Jugendliche vor: Mit Videos, Geocaching, Rollenspielen und Rätseln wollen sie als Zeitenwanderer Stadtgeschichte erlebbar machen.

Bergkamen

, 28.11.2018, 12:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Zeitlinien werden die Wanderer, die sich seit Anfang November regelmäßig im Anstoß, dem Streetwork-Treffpunkt am Stadion treffen, in den kommenden Wochen intensiver verfolgen. Sie verfolgen die Stadtgeschichte zu Zeiten der Weimarer Republik und die Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ab 1946. Und möchten ihre Erkenntnisse und Erfahrungen nach Abschluss des Projekts spielerisch auch anderen vermitteln. Bevor sie endgültig losziehen und auch anderen ihre Route empfehlen, sammeln die Zeitenwanderer Informationen. Nach den Lieblingsplätzen und dem Stadtfilm „Der Streuner“ sind sie es, die die Streetworker und die Jugendkunstschule auf eine neue Reise durch die Stadt schicken. Wieder ein neues Projekt für Jugendliche mit und ohne Fluchtgeschichte. Die rund 15 Wanderer, von denen der jüngste Teilnehmer 17 Jahre alt ist, machen sich auf, um sich mit der Bergkamener Geschichte und vor allem „demokratie-relevanten“ Ereignissen auseinanderzusetzen. Und gleichzeitig anderen einen Anreiz zu geben, es ihnen gleich zu tun. Spielerisch. Anlaufstellen sind markante Punkte, Gebäude oder Flächen mit historischem Hintergrund. Hilfestellung geben Zeitzeugen. Wie unlängst der Bergkamener Stadtarchivar Martin Litzinger, der für die Zeitenwanderer informative Details zur Bergkamener Geschichten beisteuern konnte.

„Ein wichtiges Thema der Wanderung ist die Demokratie“, sagt Streetworker Arne Vogt. Da das kommende Jahr das Jahr der Demokratie ist, bietet es sich an, dieses Thema in die Wanderung mit einzubinden. Für das Spiel der Zeitenwanderer machen sich zwei Gruppen parallel auf den Weg durch Bergkamen, die einen mit Blick auf die Geschichte rund um das Jahr 1929, die anderen ab 1946. „Während des Spiels müssen sie sich gegenseitig unterstützen, Fragen beantworten und Rätsel lösen“, kündigt Vogt an. Jede Gruppe zieht mit je einem Bollerwagen los, der mit Aufbauten ausgestattet ist, in deren Schubladen Rätsel für die nächste Aufgabe oder Lösungen stecken. Konkrete Überlegungen zu den Rätseln haben die Zeitenwanderer derzeit noch nicht, sie sollen aber während der kommenden Treffen erarbeitet werden. Die Gruppe trifft sich regelmäßig jeden Mittwoch ab 17 Uhr im Anstoß. Weitere Interessenten, die ebenfalls ein Stück Bergkamener Geschichte kennenlernen möchten, sind jederzeit willkommen. Ab Dezember werden die Bollerwagen in den Räumen des TÜV Nord gebaut, wenn sie fertig sind, Rätsel und Spielablauf feststehen, kann die Zeitwanderung beginnen.

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