Neue Corona-Fälle in Bergkamen und Kamen – aber Entwarnung an Kindergarten und Grundschule

dzCoronavirus

In Bergkamen ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen gestiegen. Dennoch kann die Stadt in einer Hinsicht Entwarnung geben. Auch in Kamen kam ein Fall hinzu. Alle sind Tönnies-Mitarbeiter und haben Kinder.

Bergkamen, Kamen

, 23.06.2020, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bergkamen war tagelang offiziell frei vom Coronavirus. Jetzt gibt es schon wieder fünf Menschen in der Stadt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Wie Sozial- und Ordnungsdezernentin Christine Busch bestätigte, hat das Kreis-Gesundheitsamt an diesem Dienstag bei zwei weiteren Bergkamenern eine Infektion mit dem Virus festgestellt. Busch erließ sofort eine Ordnungsverfügung, dass sie sich in Quarantäne begeben müssen. Am späten Nachmittag kamen noch einmal zwei weitere Infizierte hinzu.

Wie der Kreis Unna mitteilte, handelt es sich in allen fünf Fällen um Tönnies-Mitarbeiter, die in Bergkamen leben. Sie sind im Kreis Gütersloh getestet worden. Die Testergebnisse würden nach und nach auch an den Kreis Unna weitergegeben, sagte Kreis-Sprecherin Constanze Rauert.

Kreis-Gesundheitsamt muss Angehörige auf das Virus testen

Das Gesundheitsamt des Kreises Unna muss jetzt ermitteln, ob sie an ihrem Wohnort weitere Menschen angesteckt haben. Dabei geht es vor allem um Familienmitglieder, die ebenfalls getestet worden sind. Die Ergebnisse lagen an diesem Dienstag noch nicht vor.

Tests an Grundschule und Kindergarten alle negativ

Trotz der vier Bergkamener, bei denen die Infektion am Dienstag gemeldet wurde, kann die Stadt einigermaßen aufatmen. Die Tests auf das Coronavirus im Kindergarten Sonnenblume und der Freiherr-von-Ketteler-Grundschule sind alle negativ verlaufen. Die Kinder und ihre Betreuerinnen und Lehrerinnen können alle wieder zum Kindergarten und zur Schule gehen.

Lediglich die beiden Kinder des ersten infizierten Tönnies-Mitarbeiters aus Bergkamen müssen bis zu einer Nachtestung weiter zu Hause bleiben. Bei dem Mann war die Infektion schon am Wochenende gemeldet worden. Er habe sich aber vorbildlich zu Hause selbst isoliert, sagte Busch. Eine Ansteckung anderer Familienmitglieder sei nicht zu befürchten.

Tönnies-Mitarbeiter meldet sich selbst

Insgesamt stehen jetzt sogar neun Mitarbeiter der Fleischfabrik Tönnies fest, die in Bergkamen leben. Ein Mitarbeiter hatte sich nach der Berichterstattung über die Infektionswelle selbst gemeldet. Er war von den Behörden bis dahin nicht erfasst worden. Möglicherweise arbeite er für einen Subunternehmer und sei bei Tönnies selbst nicht bekannt gewesen, vermutete Busch. Außerdem hat sich ein Bergkamener bei den Gesundheitsbehörden gemeldet, der offenbar indirekt Kontakt mit Tönnies-Mitarbeitern hatte. Er musste vorerst aber nicht in Quarantäne.

Auch ein Kamener Tönnies-Mitarbeiter infiziert

Auch ein Tönnies-Mitarbeiter aus Kamen ist infiziert. Das sagte Constanze Rauert, Sprecherin des Kreisgesundheitsamts. Der Fall sei am Montagabend gemeldet worden. Es handelt sich um einen Familienvater. Auch die vier neu gemeldeten Bergkamener Infizierten haben laut Rauert Kinder. Die Ergebnisse von Corona-Tests im Familienkreis lägen noch nicht vor. Die weiteren Maßnahmen seien veranlasst. Inwieweit Schulen und Kitas betroffen sind, konnte oder wollte die Sprecherin nicht sagen. In Kamen bestätigte Stadtsprecher Peter Büttner den Fall des infizierten Kamener Mitarbeiters. Er wollte weder bestätigen noch dementieren, dass dieser Kinder hat, die eine Schule oder Kita in Kamen besuchen und äußerte sich auch nicht zu eingeleiteten Maßnahmen.

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