Zwei Jugendliche ließen eine Flasche Gin in ihrer Tasche verschwinden – und wurden beobachtet

dzJugendschöffengericht

Zwei Bergkamener hatten geplant, eine Flasche Gin aus dem Kaufland mitzunehmen ohne sie zu bezahlen. Doch sie hatten die Rechnung ohne einen aufmerksamen Zeugen gemacht.

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 17.12.2019, 10:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Angeklagte aus Bergkamen wollten sich im Jugendschöffengericht im Amtsgericht Unna eigentlich in Schweigen hüllen. Doch die Aussicht auf einen weiteren Auftritt im Gericht ließ die 21 und 19 Jahre alten Männer doch einknicken.

Sie gaben den ihnen vorgeworfenen Diebstahl zu. Danach hatte das Duo am 30. Juli gemeinsam den Plan gefasst, aus der Kauflandfiliale in Bergkamen Schnaps zu stehlen. Gesagt, getan. Während der 19-Jährige eine Flasche Gin im Wert von 24,99 Euro aus dem Regal nahm, wartete der Komplize mit einem Rucksack in einem Nebengang.

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Dort verschwand die Spirituose ruck-zuck in der Tasche. Mutmaßlich um nicht aufzufallen, bezahlten die beiden Bergkamener an der Kasse eine Kleinigkeit. Den Gin legten sie nicht mit aufs Band. Auf die erste Frage des Richters, ob sie sich dazu äußern wollten, antworteten die Angeklagten mit „nein“. Der Vorsitzende erklärte daraufhin, dass es einen Zeugen gebe, der ausgesagt habe, er habe den Diebstahl genau beobachtet.

Den Jugendlichen droht ein weiterer Gerichtstermin

Würden die Angeklagten dabei bleiben, nichts zu sagen – was ihr gutes Recht sei - , käme es zu einem neuen Termin im Gericht, zu dem dann auch der Augenzeuge geladen würde, sagte der Richter. Der werde wohl an seiner Aussage festhalten. In dem Fall gebe es ein Urteil wegen gemeinschaftlichen Diebstahls mit geringwertigem Sachen.

Offenbar abgeschreckt von dem Gedanken, noch einmal auf der Anklagebank Platz nehmen zu müssen, entschieden die beiden Bergkamener, die Tat kurz mit „stimmt so“ zuzugeben.

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Der 19-Jährige muss aufgrund dreier Vorstrafen wegen Besitzes von Betäubungsmitteln, Körperverletzung und Beleidigung nach Jugendstrafrecht 100 Stunden Freizeitarbeit leisten. Sein Kompagnon mit einem eingestellten Verfahren in den Akten, muss 300 Euro Strafe zahlen.

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