Zustimmung zum Verkauf vom Nutzungskonzept abhängig

dzSchacht III in Rünthe

Bevor die SPD über den Verkauf des Schacht III entscheidet, will sie das Konzept für die künftige Nutung abwarten. Es soll keinen Ärger mit den Anwohnern geben.

Rünthe

, 05.10.2018, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die SPD-Mehrheit im Stadtrat sieht keine Probleme innerhalb von zwei Tagen über den Verkauf des Schacht III in Rünthe an die Rudimo AG zu entscheiden – aber nur, wenn sie das Nutzungskonzept überzeugt. Dieses Konzept will die Stadtverwaltung stellvertretend für das Marler Unternehmen – eine Tochter der Fakt AG aus Essen – in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstag vorstellen.

Für die Sozialdemokraten gibt es zwei Kriterien, die es zu klären gilt, machte der Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer jetzt deutlich. „Wir müssen unterscheiden zwischen dem Verkauf der Immobilie und dem Nutzungskonzept, das der neue Eigentümer hat“, sagt Schäfer. Beim Verkauf sei sich schon der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung im Februar mit großer Mehrheit einig gewesen: Die Stadt soll die Chance nutzen, sich von der vor knapp 30 Jahren aufwendig zum Begegnungszentrum umgebauten ehemaligen Waschkaue zu trennen. Die Stadt hatte zunächst versucht, den Schacht III selbst als Veranstaltungszentrum zu etablieren und ihn dann an einen Bergkamener Unternehmer verpachtet. Damals kam zum Misserfolg auch noch Ärger dazu: Veranstaltungen und der damit verbundene Lärmpegel erregten den Unmut der Anwohner.

Deshalb sei für die SPD eine Bedingung bei der neuen Nutzung des Gebäudes besonders wichtig, betonte Schäfer: „Die Nutzung darf nicht nachbarschaftsschädlich sein.“ Außerdem sollen die bisherigen Nutzer im Schacht III bleiben können. Unter anderem gibt es dort eine Behindertenwerkstatt des Perthes-Werks, die Umkleiden des SuS Rünthe für den Sportplatz und eine Spielgruppe. Falls diese Bedingungen erfüllt sind, sehe er keine Probleme dem Verkauf schon zwei Tage später in der Ratssitzung zuzustimmen, sagte Schäfer.

Er machte aber auch deutlich, dass der Erhalt des Schacht III als denkmalgeschütztes Gebäude gesichert ist. Die SPD stellt sich eine Art Vorkaufsrecht für den Fall vor, dass der neue Eigentümer in Konkurs geht.

Mit den Plänen der Fakt AG am Schacht III zwei Doppelhäuser mit Eigenheimen zu errichten hat die SPD keine Probleme. Wie das möglich sei, obwohl das Grundstück im Flächennutzungsplan als „Fläche für den Gemeinbedarf“ ausgewiesen ist, soll das Baudezernat klären.

Auch die nächstgrößere Ratsfraktion von der CDU hat bereits signalisiert, dass sie dem Verkauf grundsätzlich zustimmen wird. Der Faktionsvorsitzende Thomas Heinzel würde die Entscheidung aber möglicherweise gerne um eine Ratssitzung vertagen, um auch die Bürger bei der Entscheidung „mitzunehmen“.

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