Zuschlag für das schnelle Internet erteilt

dzBreitbandversorgung

Der weitere Ausbau der Glasfaserversorgung in Bergkamen, Kamen und Bönen kann beginnen. Der Bergkamener Stadtrat hat das Netz an einen Betreiber vergeben.

Bergkamen

, 14.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Um welches Unternehmen es sich dabei handelt, kann der Bergkamener Dezernent Marc Alexander Ulrich aber noch nicht sagen, obwohl der Stadtrat sich in nichtöffentlicher Sitzung für ein Telekommunikationsunternehmen entschieden hat. Das komplizierte Auswahlverfahren sieht vor, dass erst eine Zehn-Tages-Frist verstreichen muss, bevor der Name öffentlich werden darf. Ulrich durfte auch nicht mitteilen, wie viele Unternehmen bei der zweiten und entscheidenden Vergabestufe noch ein Angebot abgegeben hatten. Bei der ersten Runde des Auswahlverfahrens waren es noch vier gewesen.

Komplizierte Netzplanung

Der Zeitplan des Bergkamener Eigenbetriebs „BreitBand Bergkamen“ (BBB) sieht die Vertragsunterzeichnung mit dem Unternehmen und den Bürgermeistern aller drei Kommunen für den 18. Januar vor. Der BBB hat die Aufgabe federführend für alle drei Kommunen übernommen, die ländlichen sogenannten „weißen Flecken“ mit einem Glasfasernetz zu erschließen. Gleich nach der Vertragsunterzeichnung wollen sich die Lenkungsgruppe der Kommunen und der Betreiber zusammensetzen. Dann geht es um die Fein-Netzplanung – ein Prozess, der wohl der komplizierteste in dem ganzen Verfahren ist. Dabei geht es darum, wo genau das Kabelnetz in die weißen Flecken verlegt werden soll. Dafür muss der BBB die Erlaubnis von Straßenbehörden, von der Bahn und dem Wasser- und Schifffahrtsamt einholen, weil Straßen, die Bahn oder der Kanal unterquert werden müssen. Außerdem müssen sich die Kabelplaner mit allen privaten Grundstückseigentümern einigen, die von der Kabelverlegung berührt werden.

Zurzeit läuft schon eine Markterkundung, auf welche Weise sich die Kabel am schnellsten und kostengünstigsten verlegen lassen. Dabei geht es darum, ob es besser ist, die Netzplanung und den Bau komplett einen Generalunternehmer zu überlassen, oder ob ein Ingenieurbüro das Netz plant und eine Tiefbaufirma das Netz verlegt.

Dabei soll auch geklärt werden, wie sich Häuser anschließen lassen, die nicht in den weißen Flecken liegen, aber an denen das Kabel vorbeiführt. Das ist auch ein wesentliches Ziel bei der Erschließung der weißen Flecken. Die drei Kommunen hoffen, dass sich über die Glasfaserkabel später auch die dichter besiedelten Bereiche erschließen lassen. Ulrich geht davon aus, dass die Netzplanung das ganze Jahr 2019 in Anspruch nimmt und das Verlegen der Kabel 2020 beginnt.

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