Zum Tag der Orgel gibt es einen neuen Orgelklang

dzAuferstehungskirche

Bald können Kirchgänger in der Auferstehungskirche den neuen Klang der Orgel genießen. Organist Dr. Hans-Christian Tacke will das Instrument zudem bei einem besonderen Anlass vorstellen

Weddinghofen

, 24.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den neuen Klang der Orgel in der evangelischen Auferstehungskirche hat Organist Dr. Hans-Christian Tacke schon gehört. Obwohl die Orgelbauer ihre Arbeit noch gar nicht abgeschlossen haben: „Getrödelt haben sie aber nicht“, versichert Tacke. Gleichwohl hat Jan Steinmann von der gleichnamigen Orgelbaufirma aus dem ostwestfälischen Vlotho etwas länger benötigt als ursprünglich vorgesehen. Zwei Hochzeitspaare, die während der Sommerferien in der Weddinghofer Kirche geheiratet haben, mussten jedenfalls auf die eigentlich eingeplante Orgelbegleitung verzichten.

Klaviermusik beim Hochzeitsgottesdient

Stattdessen setzte sich Tacke ans Klavier, um die Gottesdienste musikalisch zu begleiten. Die Brautpaare hätten das verkraftet, berichtete Tacke: „Aber der Ausbau der Orgel ist eben mit einem großen Aufwand verbunden.“ Denn Steinmann hat das Kircheninstrument nicht nur gereinigt und überholt, sondern sie auch um 54 Orgelpfeifen erweitert, sodass Tacke künftig 846 Pfeifen zur Verfügung stehen. In der vergangenen Woche waren Steinmann und sein Mitarbeiter vor allem mit Stimmarbeiten beschäftigt, in der kommenden Woche stehen noch einige technische Arbeiten an. Und dann erstrahlt die Orgel in neuem Glanz und – das ist das Wichtigste – erzeugt einen viel bessern Klang als bisher. Nach dem ersten Akustiktest ist Tacke überzeugt, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Und er freut sich schon darauf, bald die neuen Spielmöglichkeiten der Orgel zu nutzen und das gesamte Klangspektrum auszuloten.

Zum Tag der Orgel gibt es einen neuen Orgelklang

Bei der Orgelexkursion will Organist Dr. Hans-Christian Tacke den Teilnehmern das Instrument in der Auferstehungskirche vorstellen. © Marcel Drawe


Orgelmusik bei der Taufe

Spätestens Ende der Woche müsste die Orgel wieder vollständig spielbereit sein, meint Tacke. Pünktlich zum Ende der kirchlichen Sommerpause. Eine Art „inoffizielle Generalprobe“ gibt es am Samstag, 31. August: Dann wird Tacke an der Orgel der Auferstehungskirche sitzen, weil dort ein Taufgottesdienst gefeiert wird. Einen Tag später, am 1. September, beginnt um 9.30 Uhr der erste reguläre Sonntagsgottesdienst in der Auferstehungskirche. Und dann können die Kirchgänger den Orgelklang erleben. Die will Tacke aber auch eine Woche später am „Deutschen Orgeltag“ in den Mittelpunkt stellen.

Am 8. September

Exkursion zu den Orgeln

Die Exkursion zum Deutschen Orgeltag beginnt am Sonntag 8. September, um 12 Uhr an der evangelischen Friedenskirche in Bergkamen und endet gegen 17 Uhr an der Auferstehungskirche in Weddinghofen. Die Teilnahme ist kostenlos. Organisator Dr. Hans-Christian Tacke bittet aber um eine Anmeldung unter der E-Mail-Adresse h.c.tacke@friedenskirchengemeinde-bergkamen.de

Exkursion zum Tag der Orgel

Der steht am Sonntag, 8. September, im Kalender. Und wie in den Vorjahren plant Tacke wieder eine Exkursion. Sie beginnt um 12 Uhr an der Friedenskirche, wo die Teilnehmer Fahrgemeinschaften bilden. In denen gelangen sie dann in die Nachbarstadt Werne. Dort will Tacke zunächst die Orgel in der katholischen Kirche St. Christophorus vorstellen: Sie ist über 100 Jahre alt. Der Orgelbauer Ernst Seifert installierte sie von 1914 bis 1918. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Instrument mit elektrischen Trakturen ausgestattet und der Klang verändert. Im Zuge der Kirchenrenovierung von 1995 bis 1997 erfolgte eine grundlegende Sanierung, die Orgel wurde zudem in den klanglichen Zustand von 1918 zurückversetzt. Und wenn die Orgelfreunde schon mal in Werne sind, dann gehen sie auch ins Kloster. Denn auch dort gibt es eine Orgel.

Abschluss an der Weddinghofer Orgel

Ihren Abschluss wird die Exkursion zum Orgeltag aber an der Auferstehungskirche finden. Denn natürlich will Tacke den Teilnehmern die neu gestaltete Orgel auf der Empore des Weddinghofener Gotteshause präsentieren. Und er wird auch Praxisbeispiele für die neuen Klangmöglichkeiten geben.

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