Zum 65. Jubiläum erklingt die gleiche Musik wie bei der Einweihung der Kirche

dzAuferstehungskirche

Die evangelische Auferstehungskirche wird in dieser Woche 65 Jahre alt. Ein großes Fest wie vor fünf Jahren ist dazu nicht geplant. Aber ganz unbemerkt soll das Jubiläum auch nicht bleiben.

Weddinghofen

, 25.06.2019, 16:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz frei war der Posaunenchor der evangelischen Friedenskirchengemeinde nicht bei der Programmwahl für die musikalischen Abendandacht am Sonntag, 30. Juni. Bei der will die Gemeinde das 65. Jubiläum ihrer Weddinghofer Kirche feiern. Die wurde am 27. Juni 1954 geweiht. Und Pastor Christoph Maties hat noch einen Programmzettel aus dieser Zeit gefunden, auf dem der Ablauf des ersten Gottesdienstes in der Auferstehungskirche abgedruckt ist – inklusive der Lieder, die damals in dem neuen Gotteshaus erklangen.

65 Jahre Auferstehungskirche

Musik und Dämmerschoppen

  • Die musikalische Abendandacht mit dem Posaunenchor beginnt am Sonntag, 30. Juni um 18 Uhr in der evangelischen Auferstehungskirche an der Goekenheide in Weddinghofen.
  • Im Anschluss ist ein Dämmerschoppen geplant, mit dem die Gemeinde das 65. Kirchenjubiläum feiert.

Einst diente die Schulbaracke als Gottesdienstort

„Alle werden wir aber nicht spielen“, sagt der Kantor der Gemeinde, Dr. Hans-Christian Tacke. Denn ganz so lang wie die Kirchweih-Feier vor 65 Jahren soll die Abendandacht dann doch nicht dauern. Und einen Fußmarsch müssen die Kirchgänger diesmal auch nicht bewältigen. Im Juni 1954 begann die Feier am Nachmittag auf dem Hof vor der Schulbaracke, dort wo sich heute das Albert-Schweitzer-Haus befindet. Die Baracke diente den Weddinghofer Protestanten damals als Gottesdienstort. Der Weg zur nächsten Kirche war nämlich ziemlich weit. Weddinghofen gehörte zum Kirchspiel Methler. Wegen des Bergbaus hatte sich die Einwohnerzahl von 1920 bis 1954 von 860 auf rund 4000 vervielfacht.

Zum 65. Jubiläum erklingt die gleiche Musik wie bei der Einweihung der Kirche

Bei der Abendandacht besteht für Kantor Dr. Hans-Christian Tacke die letzte Gelegenheit, die Orgel in ihrer bisherigen Form zu spielen. In der folgenden Woche kommt der Orgelbauer. © Stefan Milk


Eine eigene Kirche für die Weddinghofer Protestanten

Rund 2800 Weddinghofer waren evangelisch und wollten ihr eigene Kirche. Die haben sie inzwischen seit 65 Jahren. Das ist für eine Kirche eigentlich kein allzu hohes Alter. „Aber die Menschen, die sie damals gebaut haben, haben vor allem an den Bedarf der Gegenwart gedacht und nicht daran, dass sie irgendwann mal Jubiläum feiern werden“, meint Pfarrer Maties. Er selbst wollte den 65. Kirchengeburstag dann auch zunächst still verstreichen lassen – zumal die Gemeinde das 60. Jubiläum im Sommer 2014 mit einem großen Fest gefeiert hat. Aber den Gruppen und Vereinen kam dann doch der Wunsch, den 65. Jahrestag der Kirchweihe zu begehen.

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Nächste Woche kommt der Orgelbauer

Da erschienen ihm und Kantor Tacke die musikalische Abendandacht als das geeignete Format. Geht es nach Tackes Wünschen wird sich das Programm aber nicht ausschließlich an dem Einweihungsgottesdienst orientieren. Eine Orgel gab es 1954 in der Kirche noch nicht. Tacke würde sie am Sonntag trotzdem gerne spielen: „Es ist die letzte Gelegenheit, das Instrument in seiner bisherigen Form zu hören.“ In der nächsten Woche kommt der Orgelbauer, der die Orgel überholt und erweitert.

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