Zu wenig Ertrag fürs Geld – CDU will, dass Bergkamen aus der IGA aussteigt

dzInternationale Gartenausstellung

Die CDU-Fraktion will, dass Bergkamen doch nicht an der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 teilnimmt. Die Christdemokraten befürchten, dass die Stadt zahlt aber zu wenig dafür bekommt.

Bergkamen

, 27.11.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bergkamener CDU-Fraktion möchte im städtischen Haushalt der kommenden Jahre mehrere Millionen Euro einsparen und lieber an anderer Stelle ausgeben. Es geht um die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027, die im Ruhrgebiet stattfinden soll.

Bisher war sich der Stadtrat über die Bergkamener Teilnahme an der Gartenausstellung grundsätzlich einig. Er sah die Chance, vom Imagegewinn durch die IGA zu profitieren und Fördermittel für das eine oder andere Projekt zusätzlich zu bekommen – zumal einer der „Zukunftsgärten“ im Rahmen der IGA entlang des Kanals in Bergkamen und Lünen geplant war.

Die Christdemokraten gehen aber mittlerweile davon aus, dass Bergkamen zwar zahlt, aber davon wenig Vorteile hat.

Zu wenig Ertrag fürs Geld – CDU will, dass Bergkamen aus der IGA aussteigt

Ein Band entlang Kanal und Lippe zwischen Bergkamen und Lünen: So könnte der „Zukunftsgarten“ als Teil der IGA 2027 aussehen. Die Bergkamener CDU sieht aber für die Eigenmittel, die Bergkamen beisteuern muss, zu wenig Ertrag. © Stadt Lünen

Extra-Förderung sollen nur drei Großstädte bekommen

Es sei klar, dass zusätzliche Fördermittel des Landes in Höhe von 25 Millionen Euro nur in die drei Großstädte Dortmund, Gelsenkirchen und Duisburg fließen sollen, sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Marco Morten Pufke. Dort sind die IGA-Projekte geplant, für die Besucher auch Eintritt zahlen sollen. Bei Bergkamen bleibe es nur bei den Städtebau-Fördermitteln, die ohnehin in die Stadt fließen sollen – lediglich konzentriert auf die IGA-Projekte. Für andere Projekte bekomme die Stadt dann nichts mehr. Das sei Geld, das Bergkamen dann beispielsweise für die Projekte in der Stadtmitte fehlen würde, die sich im Rahmen des Stadtmittekonzepts „Bergkamen mittendrin“ ergeben. An dem Konzept arbeitet die Stadt zurzeit. „Wir müssen uns fragen, ob wir lieber Geld dort ausgeben, wo die Menschen wohnen oder – überspitzt gesagt – für Blümchen im Außenbereich“, meinte Pufke.

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Stadt hat bis 2024 über 7,7 Millionen Euro Eigenmittel eingeplant

Angesichts von über 7,7 Millionen Euro, die Bergkamen bis 2024 an Eigenmitteln für die IGA eingeplant habe, könne der Stadtrat für eine ganze Wahlperiode praktisch über keine anderen Investitionen mehr entscheiden, warnte sein Fraktionskollege Stephan Wehmeier. Darauf wollen sich die Christdemokraten nicht einlassen, denn ihrer Ansicht nach steht das, was die IGA der Stadt bringt, in keinem Verhältnis zur Höhe der Investitionen. Die Wasserstadt, die eines der Vorzeigeprojekte sein soll, werde ohnehin gebaut, argumentierte der Fraktionsvorsitzende Thomas Heinzel. Und andere Projekte, wie die Gestaltung des Haldenbereichs am Kanal könne die Stadt auch mit den eigenen Mitteln finanzieren.

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