Zeitzeugen befassen sich mit Glücksmomenten und Schicksalsschlägen

dzNeues Jahresthema

Wenn die Zeitzeugen an diesem Dienstag zu ihrem ersten Treffen 2019 zusammenkommen, machen sie sich Gedanken für ihr Jahresthema. Und dabei wählen sie einen neuen Ansatz.

Bergkamen

, 14.01.2019, 13:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir beschäftigen uns in diesem Jahr mit ,Geschichten von Glück und Leid‘“, kündigt die Leiterin des Kreises, Gabriele Scholz an. Allerdings haben die Zeitzeugen keineswegs vor, unter die literarischen Autoren zu gehen. Scholz und ihre Mitstreiter wollen weiterhin der Bergkamener Lokalgeschichte nachspüren und die Ergebnisse zum Jahresende in ihrem „Zeitzeugenheft“ veröffentlichen. Das wird dann seine 35. Ausgabe erleben und dabei etwas Neues bieten. Denn bisher hatten die Zeitzeugen stets zu einem bestimmten Sachthema gearbeitet. Sei es, dass sie einen Blick auf die Bergkamener Gastronomie in früheren Zeiten geworfen oder beschrieben haben, wie die Bergkamener einst wohnten und arbeiteten. Schon im Zeitzeugenheft 34 wichen sie ein wenig von diesem Ansatz ab und stellten unter dem Titel „Das war dann weg...“ Dinge vor „die es in Bergkamen früher einmal gab“.

  • Die Zeitzeugen treffen sich an diesem Dienstag, 15. Januar, um 14.30 Uhr im Stadtmuseum in Oberaden. Interessenten sind willkommen.
  • Informationen zum Zeitzeugenkreis gibt es im Stadtmuseum unter Tel. (02306) 3060120 oder bei der Leiterin des Kreises, Gabriele Scholz, Tel. (02306) 84400.

Ein biographischer Ansatz

Mit den „Geschichten von Glück und Leid“ wählen die Zeitzeugen nun einen biographischen Ansatz, der die Lebensgeschichte einzelner Menschen in den Mittelpunkt rückt. Wobei, wie Scholz berichtet, es dabei gar nicht nur um rein individuelle oder subjektive Erinnerungen geht, sondern durchaus um kollektive Erfahrungen. So gibt es ja im Leben eines jeden Menschen freudige und traurige Ereignisse, die mit bestimmten Ritualen verbunden sind. Hochzeiten zum Beispiel, Geburt und Taufe oder auch Tod, Trauerfeier und Beerdigungen. Wie sich das im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt hat, könnte eine der Fragen sein, mit denen sich die Zeitzeugen befassen.

Umgang mit Schicksalsschlägen

Aber Scholz will noch mehr. Sie interessiert besonders, wie Menschen individuell mit Schicksalsschlägen wie Krieg, Krankheit oder Unfällen umgegangen sind und wie sich das auf ihre Biographien ausgewirkt hat. Dabei können die Zeitzeugen natürlich einerseits auf eigene Erinnerungen oder Erfahrungen aus ihrem Umfeld zurückgreifen. Richtig spannend wird es aber dann, wenn es um Epochen geht, aus denen keine Zeitzeugen mehr greifbar sind. Die Suche nach aussagekräftigen historischen Quellen ist dabei sicherlich etwas schwieriger als bei einem reinen Sachthema - verspricht aber auch interessante „Geschichten von Freud und Leid“, die sich zudem auch gut mit der „großen Geschichte“ verknüpfen. So hat sich zum Beispiel bei Scholz ein Interessent für den Zeitzeugenkreis gemeldet: „Er will sich mit dem Erleben des Ersten Weltkrieges in Rünthe befassen.“

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