Die Pläne für ein neues Schwimmbad war ein Thema beim Live-Talk mit den vier Bürgermeisterkandidaten. © Architekturbüro Krieger
Neubau-Pläne

Zeitplan für das neue Bergkamener Schwimmbad steht

Schon ziemlich lange wird in Bergkamen über ein neues Schwimmbad diskutiert. Nun haben die GSW die Pflöcke für den Neubau eingerammt. Die Schwimmer brauchen aber noch ein paar Jahre Geduld.

Die „allerletzte“ Saison im Wellenbad ist schon öfter ausgerufen worden. Nun sind die Tage der Freizeitstätte am Häupenweg tatsächlich gezählt. Im nächsten Jahr macht es allerdings noch einmal auf. Im August 2022 wird es dann aller Voraussicht nach die Tore schließen – und zwar für immer.

Dann rücken die Abrissbagger an. So jedenfalls sieht der Zeitplan der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) aus, die auf dem Wellenbad-Gelände bekanntlich ein neues Schwimmbad bauen wollen, allerdings ohne Außenbecken.

Bis die Bergkamener Badegäste dort ins Wasser springen können, dauert es noch eine ganze Weile: GSW-Chef Jochen Baudrexl rechnet damit, dass das Bad im Frühjahr 2025 in Betrieb gehen könnte. Das wäre dann mehr als zehn Jahre, nachdem die Bäderdebatte begonnen hat und die Entscheidung gefallen ist, kein gemeinsames Bad für Bergkamen und Kamen zu bauen.

Aufsichtsrat macht den Weg frei

Immerhin gibt es jetzt einen konkreten Fahrplan zum neuen Bad. Der GSW-Aufsichtsrat hat in dieser Woche Grünes Licht für die Bergkamener Badpläne gegeben. Formell stellt das zwar nur eine „Empfehlung“ dar, aber der notwendige Beschluss der Gesellschafterversammlung ist nur eine Formsache.

Wenn am Montag das Wellenbad in Bergkamen öffnet, dann sind auch die Dinge erlaubt, die richtig Spaß machen. © GSW © GSW

Laut Baudrexl wollen die GSW im nächsten April den Bauantrag stellen. Dass das Wellenbad eine Galgenfrist bekommt, liegt nicht an der Sympathie für die Freunde des Freiluftschwimmens, sondern an den Kapazitäten des Architekturbüros Kriegers aus Velbert. Das hat bereits einen ersten Bad-Entwurf geliefert und soll nun in die Detailplanung einsteigen. So etwas dauere eben seine Zeit, meint Baudrexl.

Baubeginn im Frühjahr 2023

Geht der Zeitplan der GSW auf, dann wird das Wellenbad rechtzeitig zum Winter 2022/23 verschwunden sein. Wenn die kalte Jahreszeit vorüber ist, könnten die Arbeiten für den Neubau beginnen, der dann zwei Jahre später fertig werden soll.

Auch während der Bauphase werden die Bergkamener die Möglichkeit haben, schwimmen zu gehen. Zumindest, wenn die veraltete Technik im Hallenbad an der Lessingstraße so lange durchhält. Das soll laut Baudrexl so lange geöffnet bleiben, bis das neue Bad zur Verfügung steht.

Für den Neubau kalkulieren die GSW mit Kosten von rund 27 Millionen Euro, die letztlich aus der Bergkamener Stadtkasse bezahlt werden. Auf eine ganz exakte Summe will sich Baudrexl lieber nicht festlegen. Zum einen muss er noch die Detailplanung der Architekten abwarten, zum anderen dürften bis 2025 die Preise steigen.

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Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne

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