Zeitenwanderer gesucht

dzNeues Projekt für Jugendliche

Eine neue Stadtspiel-Story wartet auf Bergkamener Jugendliche: Mit Videos, Geocaching, Rollenspielen und Escape-Game-Rätseln sollen sie die Stadtgeschichte erlebbar machen.

Bergkamen

, 30.10.2018, 14:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Und dies als Zeitenwanderer, die durch die Geschichte ihrer Heimatstadt führen. Geschichtliche Wendepunkte sollen zu Wegmarken auf einer realen Wanderung werden. So stellen es sich die Streetworker Imke und Arne Vogt und Gereon Kleinhubbert, Leiter der Jugendkunstschule vor. Im Rahmen des neuen Projekts mit „Geflüchteten Kindern und Jugendlichen“. Nach den ausgezeichneten Lieblingsplätzen und dem Stadtfilm erneut ein Vorhaben, das mit Landesmitteln gefördert wird. Am Mittwoch, 7. November, geht es los. Jugendliche ab 15 Jahren können sich dann ab 16 Uhr im Treffpunkt Anstoß erste Gedanken über die geplante Zeitenwanderung machen.

Historische Werte

Angedacht sind neben den Wegmarken auch Gespräche mit Zeitzeugen, Videos und Escape-Game-Rätsel. Eine wichtige Rolle übernimmt der landläufig bekannte „Bollerwagen“ bei diesem Projekt: Der Wanderwagen, der im Idealfall von vier bis fünf Personen gleichzeitig gezogen werden kann, transportiert einen Schrank mit Türen, Schubladen und Geheimfächern auf allen Seiten und beinhaltet so Rätsel und Ausrüstung, die für eine Zeitenwanderung durch Bergkamen benötigt werden. Für die Gestaltung und den Bau des Wanderwagens stehen gegebenenfalls Experten des TÜV Nord den Jugendlichen zur Seite, erste Gespräche habe es bereits gegeben, sagt Gereon Kleinhubbert. Und die Holzwerkstatt auf dem Gelände des TÜV Nord können die Projektteilnehmer auf jeden Fall nutzen, um den Wanderwagen zu bauen. Wenn es um Videos geht, ist der Regisseur und Filmemacher Daniel Schinzig schon seit geraumer Zeit ein geschätzter Wegbegleiter der Bergkamener, und er wird auch dieses Mal mit dabei sein.

Jahr der Demokratie

Im Mittelpunkt des Projektes der Zeitenwanderer steht die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit der räumlichen Umgebung, die für sie neues, aber auch altes, langfristiges oder zeitlich begrenztes Zuhause ist. Im Rahmen des anstehenden Demokratiejahres 2019 sollen hier vor allem Schwerpunkte auf die Demokratiegeschichte der Stadt gelegt werden.

Und das kann die Recherche in Archiven, Bibliotheken, Museen und eben auch im Gespräch mit Zeitzeugen zusammenfügen, so dass die Jugendlichen schließlich einen zeitgeschichtlichen Kontext haben. Im Mittelpunkt: Demokratie-relevante Ereignisse und historische Örtlichkeiten.

Welche das sein werden, entscheiden diejenigen, die sich an diesem neuen Projekt beteiligen und zum Treffen in den „Anstoß“ erscheinen. Was dann kommt, ist Neuland. „Wir sind Wegbegleiter, die Jugendlichen geben die Richtung vor“, sagt Arne Vogt.

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