„Zeitenwanderer“ auf den Spuren der Demokratie

dzNeues Projekt für Jugendliche

Nach den Lieblingsplätzen und dem Stadtfilm „Der Streuner“ sind es jetzt die Zeitenwanderer, die die Streetworker und die Jugendkunstschule auf eine neue Reise durch die Stadt schicken.

Bergkamen

, 23.10.2018, 13:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wieder ein neues Projekt für Jugendliche mit und ohne Fluchtgeschichte. Wieder gefördert mit Landesmitteln. Und womöglich wieder ein Projekt, das bundesweit erfolgreich ist. Wie schon die „Lieblingsplätze“, mit denen die Bergkamener im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs den zweiten Platz belegten. „Die Zeitenwanderer werden, ebenso wie schon die anderen zwei Projekte, im Rahmen eines Förderprogramms finanziell unterstützt“, erklärt Gereon Kleinhubbert, Leiter der Jugendkunstschule, auf Anfrage. Er sei immer darum bemüht, um die geplanten Projekte auch wie gewünscht umsetzen zu können, möglichst verfügbare Fördermittel aus den Töpfen des Landes zu erhalten. Bislang ist dem Leiter der Jugendkunstschule dies auch meist geglückt. Denn Ideen haben die Mitarbeiter der Jugendkunstschule gemeinsam mit Arne und Imke Vogt von den Streetworkern, bereits viele zusammen getragen. Im Mittelpunkt der Zeitenwanderer werden der Stadtteil Weddinghofen und die Stadtmitte stehen. Die Wanderer werden sich gemeinsam aufmachen, um sich mit der Geschichte der beiden Stadtteile auseinanderzusetzen. Anlaufstellen können markante Punkte, Gebäude oder Flächen mit historischem Hintergrund sein. Menschen, die über Hintergrundwissen zur ein oder anderen Stelle verfügen und entsprechende Geschichten erzählen können, sollen den Jugendlichen als Zeitzeugen dienen. Konkrete Überlegungen, wer das genau sein könnte, gibt es bislang noch nicht. Auf jeden Fall wünschen sich die Planer des Zeitenwanderer-Projekts Personen, die zum ein oder anderen Thema ihre persönlichen Erfahrungen oder ihr Wissen beisteuern können. Die Jugendlichen, die mitmachen, werden auf ihrer Wanderung auch nicht an der Demokratie vorbeikommen: Die wird nämlich ebenfalls Thema des neuen Projekts sein. Da das kommende Jahr das Jahr der Demokratie sei, würde es sich anbieten, dieses Thema in die Bergkamener Zeitwanderung mit einzubinden, sagt Kleinhubbert. Die Lieblingsplätze und der Stadtfilm sind ebenso wie das aktuelle Streetwork-Projekt „Fluchträume“ bei den Jugendlichen erfahrungsgemäß begehrt. Einige sind Wiederholungstäter und machen immer wieder mit. Gewisse Ähnlichkeiten sind bewusst gewählt, die Stadt und ihre Geschichte werden mit einbezogen. So auch demnächst bei den Zeitenwanderern: Es soll wieder eine Route geben, die erspielt werden kann. Die planen und erstellen die jungen Menschen natürlich selbst.

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