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Zaun kommt Donnerstag: Das ändert sich für Hundehalter an der Deponie in Rünthe

dz„Hundetourismus“

An diesem Donnerstag und Freitag wird die Treppe, die zur Deponie in Rünthe führt, versperrt – Hundehalter sollen die Fläche auf einem anderen Weg betreten. Weitere Maßnahmen folgen.

Rünthe

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

„Mein Hund tut nichts“ oder „Das macht er sonst nie“ sind Sätze die Martina Hundt und Dirk Neubert ständig zu hören bekommen. Die Bergkamener halten ihre Hunde Obelix und Emmi an der Leine – das bringt aber nicht viel, wenn andere Hundehalter ihre teils großen Hunde frei auf der Deponie in Rünthe laufen lassen. Hundt und Neubert hätten dort schon Boxer, Dobermänner und Rottweiler angetroffen. Nicht immer hätten die Besitzer ihre Vierbeiner unter Kontrolle. „Solche Hundehalter sind rücksichtslos und egoistisch“, sagt Neubert. Er fürchtet, dass andere Hunde, die Angst bekommen, dann auf die Straße laufen könnten. Seit einem Jahr gehen die beiden regelmäßig auf der Deponie spazieren. „Anfang des Jahres war es noch nicht so schlimm“, erinnert sich Hundt.

Die Beschwerden über die Situation in Rünthe häuften sich – nun folgen Maßnahmen

Dass sich an der Situation am Gut Keinemann nun etwas ändern soll, finden sie gut. „Ich hätte es auch so gemacht“, sagt Hundt über Thomas Albrecht, Besitzer des Guts Keinemann. Albrecht will nicht länger hinnehmen, dass die Hundebesitzer auf seinem Grundstück parken – und das Schild, das auf den Privatweg hinweist, ignorieren. Auch über Hundebesitzer, die ihre Tiere frei laufen lassen, hatte Albrecht sich beschwert, weil sie Wildtiere in dem Naturschutzgebiet verscheuchen. Doch nicht nur Albrecht wünscht sich Maßnahmen gegen die Situation in Rünthe. Auch Beschwerden von Radfahrern, die an der Treppe, die hoch zur Deponie führt, mit freilaufenden Hunden aneinander gerieten, wurden laut.

Hundebesitzer müssen ab Freitag einen Umweg gehen

Die Situation soll nun entzerrt werden. Ein neuer Parkplatz für Hundehalter, ein Rückbau der Treppe, die hoch zur Deponie führt, und Hinweisschilder, die dazu anhalten, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen – für Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner gerne auf der Deponie in Rünthe ausführen, wird sich nun einiges ändern. Die Maßnahmen wurden jüngst bei einem Runden Tisch beschlossen, an dem Vertreter der Anwohner, der Stadt Bergkamen, der Polizei, des Grundstückeigentümers RVR und des Deponiebetreibers AGR teilnahmen. „Allen Beteiligten war es wichtig, dass die Lösungen ein gutes Maß zwischen den Interessen der Hundebesitzer und der Anwohner treffen müssen“, hieß es vonseiten der AGR.

Die Rückbauarbeiten der Treppe und das Setzen des Zauns werden durch Mitarbeiter der AGR an diesem Donnerstag und Freitag ausgeführt, so AGR-Sprecher Jürgen Fröhlich auf Nachfrage. Hundebesitzer sollen künftig den regulären Aufgang hinter dem Blockheizkraftwerk nutzen – und Radfahrern so nicht mehr in die Quere kommen. Wann eine neue Abstellfläche angelegt wird und Infoschilder aufgestellt werden, wird laut Fröhlich noch abgestimmt. Auch Infomaterial soll ausgegeben werden. Die beteiligten Parteien wollen außerdem prüfen, inwieweit die Leinenpflicht, die dort gilt, von Kräften des Ordnungsamtes stichprobenmäßig kontrolliert werden kann.

Zaun kommt Donnerstag: Das ändert sich für Hundehalter an der Deponie in Rünthe

Rechts am Tor führt eine Treppe direkt auf die Deponie – dieser Weg wird am Donnerstag und Freitag versperrt. © Pott

Guter Kompromiss zwischen Hundehaltern, Radfahrern und Eigentümern

Dass die Maßnahmen ein guter Kompromiss für alle Seiten sind, zeigt nicht nur die Reaktion von Martina Hundt und Dirk Neubert. Bei der AGR hat sich laut Fröhlich eine Dame gemeldet, der zunächst nicht klar war, wo genau die Hundebesitzer künftig parken dürfen. Nach einer Aufklärung durch Fröhlich reagierte sie zufrieden: „So gestaltet sich die Situation wirklich besser.“

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