Wohnungen für alle Generationen am Kiwitt

dzProjekt der UKBS

im Bergkamener Süden sollen Wohnungen für alle Generationen entstehen. Die Kreis-Baugesellschaft UKBS will für die Wohnanlage eine Grünfläche am Kiwitt nutzen.

Bergkamen

, 14.10.2018, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fläche zwischen Baubetriebshof und der kleinen Halde am ehemaligen Schacht Grillo 4 ist so etwas wie eine kleine, grüne Oase im Bergkamener Süden. Das soll sie auch bleiben, versichert die Kreis-Siedlungsgesellschaft UKBS, obwohl sie dort bauen will. Geplant sind 40 bis 50 Wohnungen auf der städtischen Noch-Grünfläche, Hinzu sollen Eigenheime in Form von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern auf der angrenzenden Bergbaufläche neben der Halde kommen, auf der sich früher das „Haus Monopol“ befand. Von dort soll das Baugebiet auch erschlossen werden. Die Straße in den Bereich soll von der Weddinghofer Straße am Kleingarten vorbei auf das Bergbau-Gelände führen. Eine Erschließung von der Bambergstraße ist nicht geplant. Dort befürchtet die Stadt Konflikte mit den Einsatzwagen, die von der Feuerwache kommen und mit den „Elternbringverkehren“, die ohnehin schon ein Problem auf der Bambergstraße sind, wie Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters erläutert.

Der mittlerweile abgebaute Spielplatz am Kiwitt und der Bolzplatz sollen trotz der Bebauung erhalten bleiben, versichert die UKBS. Sie sollen in einen grünen „Generationenplatz“ integriert werden, der das Zentrum der neuen Wohnanlage bilden soll. Für die Planung hat die Kreis-Siedlungsgesellschaft das Dortmunder Architekturbüro „Post und Welters“ verpflichtet, das schon mehrere ähnliche Projekte geplant hat.

Nördlich des Platzes, in Richtung Baubetriebshof, sollen größere Wohnungen für Familien entstehen. Die Planer wollen die Geländekante dort nutzen, um den Fahrzeugverkehr von hinten an die Häuser zu führen, die Tiefgaragen und Abstellräume in einem von dort zugänglichen Untergeschoss bekommen sollen. Die Gärten sollen in Richtung Süden zum Platz hin liegen.

Auf der Südseite des Platzes sind Häuser mit kleinen Wohnungen geplant – zum Beispiel für Großeltern, die in der Nähe der Kinder und Enkelkinder leben möchten oder Single-Haushalte. In den Obergeschossen soll es Wohnungen für betreutes Wohnen geben, mit denen Bergkamen im Kreisvergleich bisher eher schlecht ausgestattet ist.

Die Stadt und die UKBS wollen die Umsetzung der Pläne schnell voranbringen. Die Bürgeranhörung, bei der sie öffentlich vorgestellt werden sollen, ist möglichst noch für dieses Jahr geplant. Wahrscheinlich ist sie sogar schon im November. Die genaue Planung für das Wohnprojekt wollen die Architekten dann im kommenden Jahr in Angriff nehmen. Die UKBS rechnet mit etwa zwei Jahren, bis die Wohnungen gebaut sind. Es handelt sich nicht um Eigentums-, sondern um Mietwohnungen, die das kommunale Unternehmen in seinen Bestand nehmen will.

Das Projekt ist das zweite große der UKBS in Bergkamen in kurzer Zeit. Zurzeit baut das Unternehmen das „Stadtfenster“ gegenüber vom Rathaus. Das neue Projekt vergrößert den Wohnungsbestand der Gesellschaft in Bergkamen noch einmal deutlich. Zurzeit gibt es 440 UKBS-Wohnungen in der Stadt – der zweitgrößte Bestand kreisweit.

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