Wildbienen retten kann jeder: Ein Imker erklärt der Siedlergemeinschaft Dille, wie‘s geht

dzBienenkunde in Heil

Die Siedlergemeinschaft Dille ist naturverbunden. In ihren Gärten tummeln sich schon die Insekten. Aber da geht noch mehr. Von Imker Heinrich Behrens erfahren sie an der Ökostation alles über Bienen und Imkerei.

Heil

, 27.07.2019, 19:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ellen Thomalla hat eine Bienenallergie. Trotzdem tummeln sich in ihrem Garten viele Bienen und Hummeln. Sie hat viele Stauden gepflanzt, in denen sich die kleinen Besucher sehr wohl fühlen. Ein Wildbienenhaus traue sie sich dann aber wegen der Allergie doch nicht zu. Anders sieht das bei den Barthels aus. Eine Behausung für Wildbienen gibt es dank der Enkelin schon. „Aber ich kann mir vorstellen, noch eine aufzuhängen“, sagt Angelika Barthels. Auch ihr liegt viel am Wohl der Wildbienen, in dem Sommerflieder in ihrem Garten ist in der warmen Jahreszeit immer viel los. Honig möge sie nicht so gerne. Ihr Mann, Heinz Barthels, dafür umso mehr. Aufs Brötchen gehöre dann schon der teure Imkerhonig, sagt der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Dille in Rünthe.

Nicht nur, weil er gerne Honig isst oder auch aufgelöst im Kaffee trinkt, sondern auch, weil das Thema Bienen- und Insektensterben derzeit in aller Munde ist, hat er die Vereinsmitglieder zu einer Informationsveranstaltung an der Ökologiestation in Heil eingeladen.

Wildbienen retten kann jeder: Ein Imker erklärt der Siedlergemeinschaft Dille, wie‘s geht

Auch die jüngsten Besucher waren sehr wissbegierig und neugierig. © Stefan Milk

Imkerei ist im Trend, aber auch Hummeln und Wildbienen wollen beachtet werden

Mitglieder und Interessierte ließen sich von Imker Heinrich Behrens alles über Wildbienen, Honigbienen und die Imkerei erklären. Sich eigene Bienenvölker zuzulegen sei gerade im Trend, sagt Behrens. „Und vielleicht möchte ja auch einer von Ihnen Imker werden.“ Die richtige Anleitung haben die Siedler von Behrens am Samstagnachmittag jedenfalls schon bekommen. Auch über Wildbienenhäuser, die man sich in den Garten hängen kann, erfuhren die Siedler allerhand. Eine Baumscheibe mit Löchern unterschiedlicher Größe hilft den Tieren schon, sich zu vermehren. Die Bienen legen dort ihre Eier und Nahrung für den Nachwuchs ab. Wildbienen und Hummeln seien wichtige Bestäuber, erklärt Behrens.

Wildbienen retten kann jeder: Ein Imker erklärt der Siedlergemeinschaft Dille, wie‘s geht

Eine Baumscheibe mit Löchern kann als Behausung für Wildbienen dienen. Die Löcher sollten unterschiedlich groß sein, denn es gibt unterschiedliche Bienenarten. © Stefan Milk

Siedlergemeinschaft Dille setzt sich gegen das Insektensterben ein

Die Siedler stellten viele Fragen und waren offensichtlich daran interessiert, selbst einen Teil gegen das Insektensterben beizutragen. Die Zahlen, die Behrens nennt, sind schockierend. „Es gab etwa 500 verschiedenen Wildbienenarten. Jetzt nur noch ungefähr die Hälfte.“ Etwas gegen das Aussterben der Tierchen zu tun, ist dabei gar nicht so schwer: Eine Baumscheibe mit Löchern in den Garten zu hängen ist kein großer Akt, aber in der Summe wirksam.

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