Wer sich sportlich fit halten will, geht zum TuS Weddinghofen. Für den erfolgreichen Sportverein war „Mitgliederschwund nie ein Thema“, sagt Vorsitzender Knut Bommer. Dafür gibt einen Grund.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Weddinghofen

, 01.09.2019, 10:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Turnschuhe und der Turndress durften zu Hause bleiben, als die Mitglieder des Turn- und Sportvereins Weddinghofen 1959 am Samstagabend einmal mehr in die Mehrzweckhalle der Pfalzschule strömten. Denn statt Zirkeltraining war an diesem Abend einfach nur Feiern angesagt.

„Ihr habt alles richtig gemacht“, bilanzierte die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Wernau, als sie am Samstagabend das Grußwort des Bürgermeisters übermittelte. Denn als am 1. Juli 1959 der TuS Weddinghofen gegründet wurde, konnte keiner ahnen, dass eine Erfolgsgeschichte begann, die ihresgleichen sucht. Und auch Dieter Vogt, der Vorsitzende des Stadtsportbundes, hatte in seinem Grußwort nur lobende Worte parat. „Ihr habt es mit viel sportlichem Engagement geschafft, den TuS zum drittgrößten Sportverein der Stadt zu machen. Macht bitte weiter so!“

TuS Weddinghofen: Mitgliederzahl hat sich fast verdreifacht

Bereits im Gründungsjahr 1959 konnte der TuS, wie ihn die Mitglieder kurz nennen, die stolze Zahl von 258 Mitgliedern vorweisen, davon 211 Kinder und Jugendliche. „Das Erfolgsrezept war von Anfang an, dass wir uns immer auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Mitglieder eingestellt hatten“, berichtet der Vorsitzende Knut Bommer. „Wenn der Wunsch nach einer besonderen Turngruppe aufgekommen war, haben bereits die damaligen Verantwortlichen alles in die Wege geleitet, um diese Wünsche zu realisieren.“

Wie der TuS Weddinghofen zum drittgrößten Sportverein wurde

Knut Bommer: „Das Erfolgsrezept war von Anfang an, dass wir uns immer auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Mitglieder eingestellt hatten.“ © Klaus-Dieter Hoffmann

Inzwischen ist die Mitgliederzahl sogar auf beeindruckende 670 Männer, Frauen und Kinder angewachsen. „Mitgliederschwund war im TuS nie ein Thema“, berichtet die sportliche Leiterin Stephanie Bierkämper. „Ganz im Gegenteil. Wenn sich herumgesprochen hatte, dass es bei uns etwas Neues gab, hatten wir gleich starken Zulauf.“

Hervorgegangen ist der TuS aus der Turngruppe des Fußballvereins VfK Weddinghofen, die sich mit ihren sportlichen Aktivitäten auf eigene Beine stellen wollte. „Obwohl am Anfang die räumlichen Möglichkeiten eher eingeschränkt waren, hat sich der Verein immer bemüht, in den umliegenden Turnhallen und Sportplätzen unterzukommen“, so Knut Bommer. Hatte der Verein im Gründungsjahr noch im Hinterzimmer der Gaststätte Lasner seine Turnstunden abgehalten, so stehen heute die Turnhallen der Pfalzschule, die des Gymnasiums und des Pestalozzi-Hauses und auch die Dreifach-Turnhalle der TÜV-Akademie zur Verfügung.

Wie der TuS Weddinghofen zum drittgrößten Sportverein wurde

Seit 60 Jahren sportlich unterwegs: In der Turnhalle der Pfalzschule wurde am Samstagabend ausgelassen gefeiert. © Klaus-Dieter Hoffmann

Kangoo-Jump und Fireball

Bereits in der Mutter-Vater-Kind-Gruppe werden die ganz Kleinen vom TuS fitnessmäßig eingebunden. Etwas älter, machen die Kids dann in der Kinderturngruppe mit, bis sie dann in der „Fireball“-Sportgruppe, beim Zumba für Teenager oder beim Kangoo-Jump ihre überschüssigen Kräfte los werden können. Dank der Kooperation mit dem Kindergarten „Springmäuse“ können zudem Synergien genutzt werden, beispielsweise beim Entspannungstraining.

Natürlich haben auch die erwachsenen Mitglieder im TuS reichlich Möglichkeiten, sich sportlich fit zu halten, wie Vorstandsmitglied Jan Wiemhoff erzählt. So gibt es im TuS das fast schon obligatorische Training für das Sportabzeichen und ebenso das Gerätetraining und die Gymnastik. Und auch für die Senioren hat der TuS das passende Fitnessprogramm parat.

Wie der TuS Weddinghofen zum drittgrößten Sportverein wurde

Kinderschminken bei der Geburtstagsfeier des TuS Weddinghofen: Bereits in der Mutter-Vater-Kind-Gruppe werden die ganz Kleinen eingebunden. © Klaus-Dieter Hoffmann

Und natürlich geht der TuS mit der Zeit, hat dieser doch auch die temporeiche Zumba-Gruppe und ebenso das angesagte Pound-Programm im sportlichen Angebot, das mit Ganzkörpertraining Cardio-, Konditions- und Krafttraining effektiv kombiniert.

Den Tanzbegeisterten ist hingegen die Line-Dance-Gruppe zu empfehlen, wo Männer und Frauen gemeinsam nach Country- und Popmusik in der Line-Formation tanzen, was allen immer besonders viel Spaß bereitet, so Stephanie Bierkämper. Ein echter Renner sei auch die Gruppe „Box dich fit“. Allerdings wird hier nur das Krafttraining absolviert, nicht aber gegeneinander gekämpft.

Am Samstagabend hieß aber für alle Mitglieder bei fetziger Discomusik, leckerem Essen, Tanzen und guten Gesprächen: richtig viel Spaß haben. Die hierbei erworbenen Kalorien werden dann natürlich am Montag in gewohnter Manier auf dem Sportplatz wieder abtrainiert.

Wie der TuS Weddinghofen zum drittgrößten Sportverein wurde

Erwachsene haben reichlich Möglichkeiten, sich beim TuS Weddinghofen sportlich fit zu halten – hier ein Step-Aerobic-Workshop. © Marcel Drawe

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