Wettbewerb für die IGA 2027 startet sofort nach der Kommunalwahl im September

dzInternationale Gartenausstellung

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 soll einen Schritt weiter kommen. Noch in diesem Jahr soll ein Wettbewerb für den Schwerpunkt Bergkamen-Lünen starten. Auch Bürger können Wünsche äußern.

Bergkamen

, 21.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher ist die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 noch eher eine Idee als dass es eine konkrete Planung gäbe. Das soll sich ändern: Im September soll ein Planungswettbewerb für den Schwerpunkt Bergkamen-Lünen starten, zu dem Planungsbüros eingeladen werden.

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Sie sollen die einzelnen Elemente im sogenannten „Zukunftsgarten“ planen. Das Motto ist „Landschaft in Bewegung“.

Wie es vermuten lässt, geht es dabei vor allem um Freizeit- und Sportmöglichkeiten, die es auf der IGA-Fläche in den beiden Städten geben wird.

Der Bereich des IGA-Schwerpunkts Bergkamen-Lünen umfasst insgesamt 450 Hektar und reicht von der Marina (oben r.) bis zum Seepark in Lünen (u.l.)

Der Bereich des IGA-Schwerpunkts Bergkamen-Lünen umfasst insgesamt 450 Hektar und reicht von der Marina (oben r.) bis zum Seepark in Lünen (u.l.) © Stadt Lünen

Besucher sollen sich auf der Fläche ohne Auto bewegen

Die IGA-Fläche reicht von der Marina in Rünthe am Kanal entlang bis zum Seepark und zum Hauptbahnhof in Lünen. Das besondere an dem Konzept: Auf der gesamten IGA-Fläche sollen sich Besucher komplett autofrei bewegen können. Sie sollen zu Fuß, mit dem Fahrrad und eventuell auch mit autonom fahrenden Bussen unterwegs sein.

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Der Wettbewerb, bei dem Planungsbüros genaue Ideen entwickeln sollen, startet gleich nach der Kommunalwahl im September. Die Ziele, die dabei umgesetzt werden sollen, legen die beiden Städte fest. In Bergkamen geht es unter anderem darum, Ideen für die sogenannte „Haldenlandschaft am Kanal“ zwischen Datteln-Hamm-Kanal und Hamm-Osterfelder Bahn zu entwickeln.

Dieser frühe Entwurf zeigt, was im Rahmen der IGA möglich sein könnte – von Freizeitsport auf der Halde bis zu Elektrobooten auf dem Kanal.

Dieser frühe Entwurf zeigt, was im Rahmen der IGA möglich sein könnte – von Freizeitsport auf der Halde bis zu Elektrobooten auf dem Kanal. © RVR / Büro Landschaft Planen+Bau

Büros beginnen am 10. Oktober mit der Arbeit

Die beteiligten Büros sollen am 10. Oktober mit der Arbeit beginnen und bis zum 20. November ihre Entwürfe vorlegen. Das Preisgericht tagt am 20. Januar. Daran soll neben Fachleuten auch die Kommunalpolitik aus beiden Städten beteiligt sein.

IGA-Wettbewerb
So können auch die Bürger ihre Ideen äußern

  • Bergkamen und Lünen wollen nun die Ideen der Bürger für die IGA-Fläche sammeln.
  • Ursprünglich war eine Beteiligung vor Ort geplant, aber wegen der Corona-Krise ist sie komplett digital.
  • Die beiden Kommunen wollen wissen: Welche Ideen haben die Bergkamener und Lüner zu den Themen Freizeit, Erholung, Natur-Erleben und Sport im „Zukunftsgarten“?
  • Die Ideen, Anregungen, Meinungen und Hinweise können digital unter www.luenen.de/iga-2027 eingereicht werden.
  • Mit einer interaktiven Karte informieren die beiden Städte über die Bestandteile des Zukunftsgartens und über den Stand einzelner Planungen.
  • Die Karte erlaubt es, zu jedem geplanten Projekt Anmerkungen und Ideen zu hinterlegen. Sie werden gesammelt und den Teilnehmern des Wettbewerbs an die Hand gegeben.

Die nach der Wahl beiden größten Fraktionen sollen einen Vertreter entsenden. Die anderen Fraktionen seien zumindest beratend dabei, sagte Dezernent Marc Alexander Ulrich.

IGA soll Weg zu Fördermitteln öffnen

Ulrich sieht es als großen Vorteil, dass der Wettbewerb für Bergkamen-Lünen gleich als erstes startet. „Später könnte es schwieriger werden, Planungsbüros für den Wettbewerb zu werben. So viele, die in Frage kommen, gibt es nicht“, sagte er. Die Kosten für das Wettbewerbsmanagement übernimmt der Regionalverband Ruhr (RVR). Es handelt sich um einen Realisierungswettbewerb. Das heißt: Die Preisträger setzen ihre Idee auch um. Der Dezernent geht davon aus, dass die IGA den beiden Städten die Wege zu den Fördertöpfen mit den Städtebaumitteln des Landes öffnet. Die würden sie ohne die IGA möglicherweise nicht bekommen. „Das ist für unsere nächsten Haushalte wichtig“, sagte Ulrich.

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