Werbung für den Tennis-Sport

dzBergkamener Stadtmeisterschaften

Nach 16 Jahren laden TuRa Tennis und der TVB wieder zu den offenen Tennis-Stadtmeisterschaften ein. Mit Erfolg: Es gibt viele spannende Spiele zu sehen.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 27.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Werner Turk ist seit eh und je ein begeisterter Tennisspieler und seit zehn Jahren sogar der 1. Vorsitzende der TuRa-Tennisabteilung. Keine Frage, dass es ihn und seine Tennisfreunde in Bergkamen betrübt, dass der Tennissport immer mehr von der Bildfläche verschwindet und sich die Kinder und Jugendlichen lieber am PC „sportlich“ betätigen, als auf dem Platz.

Offensive für den Sport

Um den Tennissport in Bergkamen populärer zu machen, sind Werner Turk und seine Mitstreiter Michael Fliescher von TuRa und Corinna Sudhaus vom „Tennisverein Blau Weiss 79“ in die Offensive gegangen. Nach 16 Jahren Pause wurde von ihnen erstmalig wieder die „Offene Bergkamener Stadtmeisterschaft im Tennis“ ausgerichtet. Und dass gleich rund 60 Meldungen aus dem Bezirk Ruhr-Lippe eingegangen sind, wertet Werner Turk als einen vielversprechenden Anfang.

Obwohl sich nur vier Damen zum Turnier angemeldet hatten, wurden deren Vorrunden trotzdem wie geplant auf dem Tennisgelände des TVB 79 an der Unteren Erlentiefenstraße ausgetragen. Mit Monika Witte war dort sogar ein Tennis-Urgestein des TVB 79 unter den Zuschauern. „Als damals der Tennis-Boom aufkam, hatte ich mich natürlich auch begeistern lassen und bin sogar Gründungsmitglied vom TVB 79 geworden“, berichtet sie. „Der Tennissport hat mir bis heute nicht nur gesundheitlich gut getan, er hat mir auch immer viel Spaß gemacht. Nicht zuletzt, weil wir auch immer unseren Idolen Boris und Steffi nacheifern wollten.“

Natürlich haben auch die anderen Damen spannende Geschichten zu erzählen. Jule Brauer vom TC-Blau-Weiß Werne ist mit 16 Jahren sogar die jüngste Teilnehmerin und hat sich von Mutter und Tante mitreißen lassen, „da Papa lieber läuft“. Inzwischen ist sie in der Leistungsklasse 13 sogar um 2 Stufen besser als ihre Mutter. „Was mich am Tennis begeistert, ist die Herausforderung, sich blitzschnell auf neue Situationen einstellen zu müssen und sie zu meistern.“

Nein zum Ballett

Lara Sudhaus von TVB 79 hatte als Kind lange überlegt, wie sie sich sportlich betätigen könnte. „Oma und Opa meinten, vielleicht Ballett oder Handball? Das fand ich aber nicht wirklich prickelnd und so habe ich dann mal Tennis probiert.“ Als das dann gar nicht klappte, packte Lara Sudhaus erst richtig der Ehrgeiz und inzwischen hat sie die beachtliche Leistungsklasse 11 erreicht.

Michael Wrenger hat sogar tatsächlich viele Jahre begeistert Handball gespielt, aber nach vielen Stürzen mussten seine Hüften ausgetauscht werden und Handball war passé. „Ohne Sport konnte ich aber nicht leben“, sagt Wrenger. „Und als man mir dann sagte, ich solle doch Tennis spielen, konnte ich das erst gar nicht glauben.“ Inzwischen ist Wrenger als geübter „Tenniscrack“ sogar hin und wieder schon bei wichtigen Meisterschaftsspielen eingesetzt worden.

Richtig „heiß“ ist Sven Rethmeyer von TuRa-Tennis, denn bei dieser Meisterschaft tritt auch Philipp Kottmann vom TC Methler an, der absolute Turnier-Favorit. „Ich glaube, ich habe gute Chancen, Philipp dieses Mal zu schlagen“, meinte Sven Rethmeyer zuversichtlich. Er unterlag André John aus Dortmund denn auch nur knapp nach drei Sätzen im Finale.

Die Sieger bei den Meisterschaften: Herren LK 15-23 Hektor Munzo Hernandez (Flora Dortmund); Herren 30 LK 1-23 André John (Flora Dortmund); Herren 30 LK 15-23 Christopher Stemmler (SuS Oberaden); Herren 50 LK 15-23 Bernd Braun (TuRa Bergkamen); Herren 65 LK 15-23 Bernd Nitschke (TuRa Bergkamen); Damen LK 1-23 Jule Brauer (Blau-Weiß Werne).

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