Wenn der Jungzüchter mit der Hühner-Oma zur Jahresausstellung kommt

dzRassegeflügel-Ausstellung

Rekordverdächtige 380 Tiere sind bei der Jahresausstellung des Rassegeflügelzuchtverein in Rünthe zu sehen. Der Verein ist so kompetent, dass er sogar junge Leute anlockt.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 04.01.2020, 18:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als eine überaus lebendige Gemeinschaft präsentierte sich der Rassegeflügelzuchtverein „Edle Rasse“ aus Rünthe, als er an diesem Wochenende in der Turnhalle der Regenbogenschule ausrichtete. Diesmal war sie gleichzeitig auch Kreisverbands- und Kreisjugendschau.

Jahresauftakt im gesellschaftlichen Leben von Rünthe

Zu dieser „Schönheitskonkurrenz“, für die Bürgermeister Roland Schäfer höchstpersönlich die Schirmherrschaft übernommen hatte, waren nicht nur rekordverdächtige 380 Hühner, Zwerghühner und Rassetauben „angereist“.

Auch für viele Rünther Bürger, darunter viele Kinder und Jugendliche, ist die Ausstellung mit Geselligkeitsfaktor immer wieder ein willkommener Start in das neue Jahr.

Wenn der Jungzüchter mit der Hühner-Oma zur Jahresausstellung kommt

Der Vereinsvorsitzende Gisbert Kemke, Manfred Schramm, der Kreisvorsitzende der Rassegeflügelzüchter Kamen/Bergkamen und Schirmherr Roland Schäfer (v.l.) bewundern einen Amrock-Hahn. © Stefan Milk Stefan Milk

Gleich fünf Preisrichter hatten bereits den ganzen Freitag über in akribischer Kleinarbeit die Zuchtmerkmale der mitunter exotisch-gefiederten und munter-krähenden Gesellen prüfen dürfen. Neben den Tieren ist für die Punktevergabe auch der Zustand der Käfige wichtig.

Wenn der Jungzüchter mit der Hühner-Oma zur Jahresausstellung kommt

Die Sieger bei der Rassegeflügelausstellung des Vereins „Edle Rasse“ Rünthe präsentieren stolz ihre Pokale. © Stefan Milk

Dekoration erinnert an „Jurassic Park“

Für einen insgesamt stimmungsvollen Gesamteindruck sorgte zudem die Dekoration der Ausstellungshalle, die ein wenig aussah, wie im Jussaric-Park - vielleicht weil die Hühner und ihre Artverwandten ja die letzten Nachfahren der guten alten Saurier sind.

Am Samstagmorgen begann der Kreisvorsitzende Manfred Schramm, souverän wie immer, in der proppenvollen Mensa mit der umfangreichen Preisverleihung. Erfreulich dabei die vielen erfolgreichen Nachwuchszüchter, die zudem viele der begehrten Preise abgeräumt haben - wie Tom Pollershoff, der mit seinen Seidenhühnern das farbenprächtige Rünther Band errungen hatte, oder Finia Kemke, die für ihre Zuchterfolge in gleich drei Kategorien mit Preisen belohnt wurde.

Wenn der Jungzüchter mit der Hühner-Oma zur Jahresausstellung kommt

Auf der Austellung snd viele verschiedene Hühner-Rassen zu sehen. Das ist ein Huhn der Rasse Zwerg-Orloff. © Stefan Milk

Stolz auf zehn neue Mitglieder

Mit Recht stolz ist Vorsitzender Gisbert Kemke über zehn neue Mitglieder, die er im vergangenen Jahr begrüßen durfte. Nicht selten war dabei der gute Ruf, der dem Verein vorauseilt, ausschlaggebend für die Neumitglieder, ihm beizutreten.

Anja Vogt, war beispielsweise besonders angetan von dem umfangreichen Wissen und der großen Begeisterung für das Züchten von Rassegeflügel, das sie bei allen Mitgliedern erfahren hat. „Ich habe erst im letzten Jahr mit dem Züchten angefangen, doch wenn ich irgendeine Frage hatte, standen mir sofort alle mit Rat und Tat zur Seite“, erinnert sie sich an ihre Anfänge im Verein.

Wenn der Jungzüchter mit der Hühner-Oma zur Jahresausstellung kommt

Dieser Altenglische Zwergkämpfer wirkt eigentlich recht friedlich. © Stefan Milk Stefan Milk

Ein Vereinsmitglied kommt sogar aus Essen

Peter Miebach kommt sogar aus Essen, und auch ihn hatte die hohe Kompetenz und der Sachverstand aller Mitglieder gleich begeistert. „Zuerst hatte ich hier in Rünthe als Gast ausstellen dürfen, doch als ich merkte, dass man mich hier mit offenen Armen aufnimmt, habe ich hier schnell meine neue Züchterheimat gefunden“, versichert er. Und auch Enkel Tom gehört inzwischen zu den angesehenen Nachwuchszüchtern im Verein.

Wenn der Jungzüchter mit der Hühner-Oma zur Jahresausstellung kommt

Diese Taube aus der Rasse „Orientalischer Roller“ war auch zu sehen. © Stefan Milk

Dass aber nicht nur junge Hühner eine reelle Chance in dieser Ausstellung haben, zeigt das Beispiel von Dennis Bäcker, der zu jeder Ausstellung auch seine „Oma“ mitbringt. Dabei handelt es sich um ein gold-weizenfarbiges Ko-Shama aus dem Beringungs-Jahrgang 14. „Sie ist zwar nicht mehr ganz so flott, aber ohne ‚meine Oma‘ würde mir einfach etwas fehlen“, meint der Kreisjugendwart mit einem Augenzwinkern.

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