Wenn das Stadtmuseum geschlossen wird, hat der Leiter trotzdem viel Arbeit

dzUmbaupläne

Wenn das Stadtmuseum ab dem Spätsommer 2020 für ein Jahr geschlossen wird, sind die Mitarbeiter nicht alle arbeitslos. Museumsleiter Mark Schrader hat Pläne – unter anderem für den Römerpark.

Bergkamen

, 24.10.2019, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn das Stadtmuseum für etwa ein Jahr wegen Umbauarbeiten geschlossen wird, heißt das nicht, dass Museumsleiter Mark Schrader und seine Mitarbeiter in dieser Zeit nichts zu tun haben. Schrader arbeitet schon an einem Personalkonzept für diese Zeit, damit er weiß, wo er seine Mitarbeiter einsetzt.

Die Liste der Aufgaben, die das Team vom Stadtmuseum in der Zeit erledigen will, ist lang. Schrader will die Zeit nutzen, um Dinge anzugehen, zu denen er im normalen Museumsalltag nicht kommt.

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Das Depot wird gesichtet

Dazu gehört zum Beispiel, das Museumsdepot im Keller zu sichten, zu bewerten und die Stücke neu und trocken zu lagern. Diese Arbeiten sind schon im Gange. Einen Teil des Museumsbesitzes haben die Mitarbeiter schon umgelagert, vor allem die Kunstwerke. Unter anderem haben Bilder, die noch aus den früheren „Schinkenbasaren“ stammen und das Erbe von Künstlern, das sich im Eigentum der Stadt befindet, bereits einen neuen Lagerort gefunden. Das Museum hat sie in das Nebengebäude gebracht, das einmal die Oberadener Post war und jetzt zum Teil noch von der Musikschule genutzt wird.

Mit dabei sind zum Beispiel Werke, die von den Familien Güldenhaupt und Fräger an die Stadt gegeben wurden.

Wenn das Stadtmuseum geschlossen wird, hat der Leiter trotzdem viel Arbeit

Unter anderem haben Schrader und seine Mitarbeiter dann Zeit für Projekte im Römerpark an der Holz-Erde-Mauer. © Stefan Milk

Pläne für den Römerpark

Schrader will vor allem dem Römerpark im Römerbergwald mehr Zeit als bisher widmen. Unter anderem soll die Baustraße an der Holz-Erde-Mauer überarbeitet und der Bau des Nordtors weiter vorbereitet werden. Schrader und der Museumsförderverein planen, die Holz-Erde-Mauer um einen Nachbau des nördlichen Lagertors an seiner originalen Stelle zu ergänzen. Außerdem sollen die Unterstände für die römischen Handwerker, die zu bestimmten Aktionen kommen, ausgebaut und der germanische Bereich im Römerpark überarbeitet werden. „Ich hoffe in dem Jahr auf häufig trockenes Wetter, damit wir das alles schaffen“, sagte Schrader.

Bauarbeiten beginnen schon Ende Bovember

Der Umbau des Stadtmuseums soll schon Ende November beginnen. Dann sollen Abrissbagger anrollen, um den Zwischentrakt zwischen Museum und ehemaligem Postgebäude abzureißen, um Platz für einen Neubau zu machen. Der neue Zwischentrakt soll in knapp einem Jahr fertig sein.

Dafür muss das Museum nicht geschlossen werden. Das ist erforderlich, wenn ab dem Spätsommer 2020 die Sanierung des Hauptgebäudes auf dem Programm steht. Dann soll das Museum rund ein Jahr Pause machen, bevor es wieder eröffnet wird.

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