Weniger Flächen für Bestattungen

dzMartin-Luther-Kirchengemeinde

Um Kosten zu sparen, will sich die Martin-Luther-Gemeinde auf zentrale Flächen auf ihren Friedhöfen in Rünthe und Oberaden konzentrieren. Aber es gibt auch Erweiterungspläne.

Bergkamen

, 19.10.2018, 12:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Martin-Luther-Gemeinde will ihren Ruhegarten in Oberaden ausbauen. Zugleich wird es sowohl auf dem dortigen Friedhof als auch in Rünthe weniger Flächen geben, auf denen noch Bestattungen möglich sind. Das ist das Ergebnis des Friedhofskonzeptes, mit dem die Gemeinde ihr Defizit verringern will. Entwickelt hat es das Büro für Landschaftsarchitektur und Städtebau „Planrat“ aus Kassel, nun geht es an die Umsetzung. „Wir haben inzwischen die Kerngebiete auf den beiden Friedhöfen festgelegt“, sagt Artur Gallas, der Vorsitzende des Friedhofsausschusses der Gemeinde.

In Rünthe ist das vor allem der untere Teil des Friedhofs, der westlich der Bever liegt. „Einige Flächen im oberen Bereich gehören aber auch dazu“, sagt Gallas. In Oberaden zählt die Gemeinde einige Areale am Rand des Friedhofes nicht mehr zur zentralen Fläche. Auf diese Weise sollen die Pflegekosten gesenkt werden.

Neue Decken für die Wege

Das betrifft zum Beispiel die Wege auf den Friedhöfen. Die, die in den Kerngebieten liegen, sollen bei Bedarf erneuert werden, insbesondere die „Stolperfallen“ sollen entfernt werden, kündigt Gallas an. Auf den Wegen, die in die Randbereiche führen, will die Gemeinde die Platten entfernen und sie stattdessen mit einer so genannten wassergebundenen Decke versehen lassen, wie sie zum Beispiel auch der Rad- und Fußweg auf der Zechenbahntrasse hat. „Dafür ist deutlich weniger Pflege notwendig“, sagt Gallas. Das Vorhaben, die Wege vollständig einzuebnen, hat die Gemeinde auf Rat der Friedhofsplaner aufgegeben. Dafür, erläutert Gallas, wäre wiederum ein relativ großer Aufwand notwendig, weil das Gras nur ordentlich wächst, wenn auch der Unterbau der Pfade entfernt wird.

Angehörige von Verstorbenen, deren Gräber nicht im Kernbereich der beiden Friedhöfe liegen, müssten sich aber keine Sorgen machen, versichert Gallas. Die Ruhezeiten würden selbstverständlich beachtet und die Pflege sei weiterhin gewährleistet. Auch so genannte Beibestattungen in Familiengräber seien weiterhin möglich. Nur gänzlich neue Grabstätten werden in den Randbereichen nicht mehr angelegt.

Dass sich neue Bestattungsformen zunehmende größerer Beliebtheit erfreuen, lässt sich auch daran erkennen, dass der vor fünf Jahren eingeweihte Oberadener Ruhegarten inzwischen fast vollständig belegt ist. Deshalb will die Gemeinde ihn durch einen zusätzlichen Streifen erweitern. Das Friedhofs-Defizit werde dadurch aber nicht steigen, betont Gallas: „Die Finanzierung übernimmt der Förderverein des Friedhofs.“

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