Weil er nichts zu essen bekommt: Mann schmeißt McDonald’s-Mitarbeiter Schüssel an den Kopf

dzGericht

Nach einem Streit in der Bergkamener McDonald’s-Filiale wurde ein 25-Jähriger gewalttätig, warf mit einer Schüssel um sich und verletzte einen Mitarbeiter. Nun zeigte er vor Gericht Reue.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 16.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Streit mit einem Mitarbeiter der Bergkamener McDonald’s-Filiale verlor ein 25-Jähriger die Kontrolle und attackierte den Gegner. Der Ausbruch bescherte ihm nun ein Verfahren vor dem Kamener Amtsgericht. Stein des Anstoßes in der Nacht auf den 26. Juli war nicht etwa das servierte Essen, sondern vielmehr die Tatsache, dass der junge Bergkamener keins erhalten sollte.

Streit am Autoschalter

Der Verweigerung war eine Auseinandersetzung zwischen seinem Begleiter und einem Angestellten am Autoschalter vorausgegangen. Der Schichtleiter, das spätere Opfer, schaltete sich ein und erteilte die Anweisung, dass der unliebsame Gast hinter dem Steuer kein Essen von ihnen bekommen sollte. Daraufhin ging der bis dato unbeteiligte Angeklagte in das Fastfood-Restaurant, um am Tresen zu ordern. Und dort erhielt er eine Absage von dem Schichtleiter.

Es folgten heftige Debatten, dann griff der 25-Jährige zu einer Metallschüssel auf dem Verkaufstresen, hielt sie drohend hoch und fragte, ob er noch immer kein Essen bekomme. Als er ein klares Nein als Antwort erhielt, warf er die Schüssel in das Gesicht des Gegners.

Angeklagter: „Ich bin kein Schlägertyp“

Der 22-Jährige zog sich dabei eine Nasenbeinprellung und eine Platzwunde zu. Noch heute erinnert ihn eine kleine Narbe an den Vorfall. Die Drohgebärde und den Wurf der Schüssel räumte der Bergkamener nun in der Verhandlung sofort ein. „Ich bin kein Schlägertyp. Das war scheiße von mir und ich würde es gerne rückgängig machen.“ Auch leistete er persönliche Abbitte bei dem Geschädigten: „Tut mir auf jeden Fall leid.“

Diese Entschuldigung, ein leeres Strafregister und der Umstand, dass das Opfer nicht allzu schwer verletzt wurde, sprachen letztlich für den Angeklagten. Wegen versuchter Nötigung und gefährlicher Körperverletzung in einem minderschweren Fall wurde er zu 1100 Euro Geldstrafe verurteilt. Diese Sanktion akzeptierte der 25-Jährige postwendend: „Das ist in Ordnung. Das habe ich auch verdient.“

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