Dieses Bild wird es 2021 nicht geben: Die katholische Gemeinde hat die Sternsinger-Aktion abgesagt. © Marcel Drawe
Online-Spenden

Weil die Sternsinger zu Hause bleiben, fehlen die Spontan-Spender

Eigentlich würden in diesen Tagen die Sternsinger durch die Stadt ziehen und Geld sammeln. Wegen Corona geht das nicht. Unterstützer können online spenden. Aber da fehlt dann doch etwas.

Zum Wochenende ist das Spendenkonto der Bergkamener Sernsinger auf über 1200 Euro gestiegen. Das klingt nach viel Geld – vor allem weil die kleinen Caspars, Melchiors und Balthasars in diesem Jahr wegen Corona gar nicht durch die Gemeinde ziehen konnten. Aber es gibt zumindest die Möglichkeit, die Sternsinger-Aktion mit Überweisungen zu unterstützen.

So richtig scheint sich das allerdings noch nicht herumgesprochen zu haben, meint Gemeindereferent Markus Brinkmann: „In den vergangenen Jahren haben die Sternsinger in Bergkamen jeweils Spenden in Höhe von 20.000 Euro gesammelt.“ Davon ist die jetzige Summe noch weit entfernt.

Es gibt eine eigene Website für Sternsinger-Spenden

Dabei hat Brinkmann auf die Gemeinde-Homepage katholische-kirche-in-bergkamen.de extra einen Link gesetzt, mit der man zu der Spendenseite der Bergkamener Sternsinger-Aktion kommt. Dort eine Online-Spende zu tätigen, ist relativ einfach. Man kann sie per Bankeinzug, Kreditkarte oder Bezahldiensten wie Paypal, Apple Pay oder paydirekt überweisen. Die meisten Spender geben, wie man auf der Seite sehen kann, Summen zwischen 10 und 30 Euro.

Wer die Bergkamener Sternsinger unterstützen will, kann das per Online-Spende tun. © Johannes Brüne © Johannes Brüne

Die Unterstützer der Sternsinger haben noch andere Wege gefunden, ihnen Geld zukommen lassen. „Einige haben Spenden auf das Gemeinde-Konto überwiesen“, sagt Brinkmann. Außerdem sind im Gemeindebüro auch schon Umschläge mit Bargeld angekommen. Auf diese Weise dürfte sich die auf der Spendenseite angegebene Summe ungefähr verdoppeln, schätzt der Gemeindereferent.

Die Kleinspenden läppern sich

Damit liegt sie aber immer noch deutlich unter dem, was die Bergkamener Sternsinger in normalen Zeiten einsammeln. Denn alles lässt sich eben nicht durch das Internet ersetzen, meint Brinkmann: „Uns fehlen die Spontanspender.“

Das sind die Menschen, denen die als Sternsinger verkleideten Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg durch die Gemeinde mehr oder weniger zufällig begegnen. Die zücken dann oft ihr Portemonnaie. Dann landen zwar meist nur ein paar Euro-Münzen im Spendentopf, sagt Brinkmann: „Aber das läppert sich.“

Für eine endgültige Bilanz ist es aber noch ein wenig zu früh. Die Möglichkeit, die Sternsinger-Aktion mit Online-Spenden zu unterstützen, besteht in diesem Jahr noch bis zum 28. Februar.

Ob bis dahin aber so viel wie in früheren Jahren zusammenkommt, bezweifelt Brinkmann: „Die meisten Menschen spenden rund um den Dreikönigstag am 6. Januar.“

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne
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