Weihnachtsvarieté – Warum den Künstlern schon jetzt die Zeit im Nacken sitzt

dzKartenverkauf gestartet

Weihnachten ist für viele noch in weiter Ferne – doch für die Jugendlichen des Balu rückt die Zeit rasend schnell näher. Sie proben schon jetzt für das Weihnachtsvarieté – das hat einen Grund.

Bergkamen

, 24.09.2019, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

An Weihnachten wollen viele noch nicht denken und genießen stattdessen die letzten warmen Sonnenstrahlen, die sich ab und an noch blicken lassen. Im Jugendhaus Balu sieht das ganz anders aus. „Die Zeit sitzt uns im Nacken, wir müssen uns ranhalten“, sagt Aurel Islinger vom Balu. Er und sein Kollege Thomas Haas bereiten mit den Jugendlichen schon ihre Auftritte für das Weihnachtsvarieté vor. Die Gruppen des Jugendhauses werden gemeinsam mit professionellen Künstlern auf der Bühne des studio theaters stehen.

Warum den Gruppen die Zeit im Nacken sitzt, wird klar, als Islinger den Termin nennt: „23. November. Im Dezember gibt es zu viel Konkurrenz.“ Und die soll den Künstlern dieses Jahr nicht im Wege stehen. Im vergangenen Jahr kamen etwa 200 Zuschauer. Dieses Jahr sollen es 250 bis 300 Besucher sein, wenn es nach Islinger und Haas geht.

Die Jugendlichen befinden sich schon in der heißen Phase und proben fleißig. Nicht nur der frühere Termin, sondern auch die späten Sommerferien erschweren eine entspannte Vorbereitung. „Aber wir schaffen das“, sagt Islinger zuversichtlich.

Weihnachtsvarieté – Warum den Künstlern schon jetzt die Zeit im Nacken sitzt

Aurel Islinger (li) und Thomas Haas präsentieren das Programm für das Weihnachtsvarieté. Als Motto haben sie ein Zitat von Karl Valentin gewählt. © Stefan Milk


Das Motto des Weihnachtsvarieté stammt von Karl Valtentin

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet „Fremd ist der Fremde nur unter Fremden“ – ein Zitat von Karl Valentin. Das haben die Organisatoren gewählt, weil Integration und Zuwanderung aktuelle Themen seien. Das Motto des Abends soll sich nicht nur in den Chorografien, sondern auch in der Musik und in einer Ausstellung im Foyer widerspiegeln, sagt Islinger. Auch in der Einleitung des Theaterpädagogen Jens Hoppe, der mit Schülern ein kurzes Improvisations-Theaterstück auf die Bühne bringt, geht es um Fremde.

Karten ab sofort erhältlich

Balu lädt zum 9. Weihnachtsvarieté

  • Das 9. Weihnachtsvarieté des Jugendhauses Balu startet am Samstag, 23. November um 19 Uhr im studio theater in Bergkamen.
  • Das Programm wird etwa zwei Stunden lang sein, es gibt eine Pause.
  • Karten sind ab sofort erhältlich. Erwachsene zahlen 10 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen 2,50 Euro.
  • Tickets gibt es im Kinder- und Jugendhaus Balu am Grünen Weg 4. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Webseite des Balu www.balu-bergkamen.de und unter Tel. (02307) 60235.

Handstände auf dem Sofa und dem Schaukelpferd

Fremd und exotisch sind auch einige der Künstler, die Islinger und Haas für ihr Varieté gewinnen konnten. Den Höhepunkt stellt wohl der Auftritt von Armando Liazeet aus Kuba dar. Er wird Handstände auf den unterschiedlichsten Untergründen oder gar Gegenständen präsentieren. „Das können ein Schaukelpferd, ein Sofa oder Stühle sein“, nennt Islinger nur einige Beispiele.

Für eine ordentliche Prise Exotik wird Kelvin Kalvus sorgen, der im Jahr 2008 im Finale der Fernsehsendung „Das Supertalent“ stand. Der Dresdener Kontaktjongleur wirft nicht nur Kugeln in die Höhe und fängt sie dann auf. „Er tanzt mit den Bällen. Sie laufen über seinen Körper“, sagt Islinger. Kelvin tritt in skurrilem Gewand auf und statt gewöhnlicher Jonglierbälle spielt er mit Glaskugeln. Auf dem Programm stehen weiterhin Zauberei, Akrobatik und ein großes Rad, in dem Leonie Körner ihre Kunststücke teils kopfüber zeigen wird.

Jugendliche tanzen und verbiegen sich

Doch freilich dreht sich an dem Abend, der um 19 Uhr beginnt, nicht alles um die professionellen Künstler. Drei Auftritte werden Gruppen des Jugendhauses aufs Parkett legen. Die Bergkamener Jugendlichen führen zweimal Akrobatik auf und ein mal Breakdance. Und damit sie mindestens genau so beeindrucken, wie die anderen, proben sie intensiv – und laut. Durch das ganze Jugendhaus tönt laute Musik und Stimmengewirr. Schritt für Schritt gehen die Gruppen ihre Choreografie immer wieder durch. Was genau sie vorbereiten, dürfen 200, 300 oder mehr Besucher schon im November, im studio theater erleben.

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