Weg für Radler führt direkt an der Wasserstadt-Baustelle vorbei

dzTreidelpfad

Die Wasserstadt-Baustelle weckt Neugierde bei Radlern und Spaziergängern. Und sie können seit kurzem auch einen Blick aus nächster Nähe auf das Baugeschehen am Datteln-Hamm-Kanal werfen.

Bergkamen

, 05.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es hat sich offenbar gelohnt, das Tor zur Wasserstadt-Baustelle für Radfahrer und Fußgänger zu öffnen. Seit einigen Wochen können sie ganz legal auf der Südseite des Kanals am Areal der ehemaligen Zeche Haus Aden entlang fahren oder laufen und sich die Bauarbeiten aus der Nähe aus ansehen. Getrennt von einem Bauzaun versteht sich.

Diese Möglichkeit stößt auf rege Resonanz. Über das Interesse an der Wasserstadt freut sich die Projekt-Leiterin Christine Reumke. Zumal es das bereits gab, als der Weg auf der Südseite des Kanals offiziell noch versperrt war: Es kam immer wieder vor, dass Neugierige ein Loch in den Zaun schnitten und in Richtung Wasserstadt vordrangen. „Die standen dann mitten auf der Baustelle“, sagt Reumke.

Die Nutzer des Weges handeln auf eigene Gefahr

Deshalb hat sie sich der normativen Kraft des Faktischen gebeugt und das Tor an der Treppe vom Kanalufer zur Jahnstraßen-Brücke aufgesperrt. Auf diese Weise kann man nun ungehindert bis zur Kanalquerung des Heiler Kirchweges an der Baustelle entlang radeln oder spazieren.

Das Tor ist auf: Von der Jahnstraßen-Brücke aus können Radler und Fußgänger die Wasserstadt-Baustelle passieren.

Das Tor ist auf: Von der Jahnstraßen-Brücke aus können Radler und Fußgänger die Wasserstadt-Baustelle passieren. © Johannes Brüne

Allerdings betont Reumke, dass es sich bei dem so genannten Treidelpfad am Kanal keineswegs um einen offiziellen Rad- und Fußweg handelt: Schilder weisen die Nutzer daraufhin, dass sie sich dort auf eigene Gefahr bewegen.

Und die wird in absehbarer Zeit so groß, dass die Tore doch wieder geschlossen werden müssen. „Wenn wir damit beginnen, die Erde mit Fallplatten zu verdichten, müssen wir den Weg wieder sperren“, sagt Reumke. Das Risiko in der Nähe der Baustelle wäre ansonsten einfach zu groß.

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In einigen Wochen wird der Weg wieder gesperrt

Aber zum einen sollen die Arbeiten ohnehin erst in einigen Wochen beginnen. „Dann ist die Radsaison fast vorbei“, sagt Reumke. Zum anderen wird der Weg an der Wasserstadt nach Ende des Fallplatten-Einsatzes wieder geöffnet werden. Vorausgesetzt, der Stand der Bauarbeiten und die damit verbundenen Gefahren lassen es zu.

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Wenn das Südufer zwischen der Jahnstraße und dem Heiler Kirchweg den Radfahrern und Fußgängern wieder zeitweillig versperrt ist, haben sie auf jeden Fall die Möglichkeit, den Fortgang der Bauarbeiten von der anderen Kanalseite aus zu beobachten. Die Stadt hat dort eigens eine Aussichtsplattform errichtet, die nach Reumkes Eindrücken ebenfalls gut angenommen wird. Allerdings lockt sie auch ungebetene Gäste an: „Wir mussten die Folien auf den Info-Tafeln schon mehrfach austauschen, weil sie mit Graffiti beschmiert wurden.“

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