Was die Bergkamener Politik im nächsten Jahr beschäftigen wird

dzAgenda 2020

Der wichtigste kommunalpolitische Termin im nächsten Jahr sind die Wahlen am 13. September. Aber auf der Agenda 2020 der Bergkamener Politik stehen noch eine ganze Reihe anderer Themen.

Bergkamen

, 25.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf das wichtigste kommunalpolitische Ereignis des nächsten Jahres blickt Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) vergleichsweise gelassen: Bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 tritt er bekanntlich nicht mehr an. Als „lame duck“, als lahme Ente wie Politiker kurz dem Ende ihrer Amtszeit bezeichnet werden, sieht sich Schäfer allerdings nicht. Und das nicht nur, weil er bei dem kommunalen Urnengang als Wahlleiter fungieren wird.

Neues Bad und neues Rathaus

Der Bürgermeister amtiert noch bis zum 31. Oktober. Und in den zehn Monaten bis zu seinem Abschied will Schäfer mindestens zwei zukunftsweisende Entscheidungen für Bergkamen aufs Gleis setzen, die beide ziemlich viel Geld kosten: Das neue Schwimmbad und das neue Rathaus.

Was die Bergkamener Politik im nächsten Jahr beschäftigen wird

Für Roland Schäfer beginnen die letzten Monate als Bergkamener Bürgermeister © Stefan Milk

Dass die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) ein neues Bad bauen, ist so gut wie sicher. Wie es aussehen wird, allerdings noch nicht. „Letztlich ist das eine Entscheidung des GSW-Aufsichtrates“, sagt Schäfer, der diesem Gremium vorsitzt. Aber das wird sich wohl kaum einem Beschluss des Bergkamener Stadtrates über die Gestaltung des neuen Bades verweigern. Geht es nach Schäfer, dann soll die Entscheidung noch vor Ablauf seiner Amtszeit fallen.

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Machbarkeitsstudie für neues Rathaus

Gleiches gilt für den Bau des neuen Rathauses. In der letzten Sitzung dieses Jahres hat der Rat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Wenn die vorliegt, müssen die Ratsmitglieder beschließen, ob sie wirklich ein neues Rathaus wollen. Und ob sie bereit sind, dafür 40 Millionen Euro auszugeben.

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Andere Bauentscheidungen sind längst gefallen, werden die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik im nächsten Jahr aber dennoch weiter beschäftigen. Zum Beispiel den Bau einer neuen Grundschule auf dem Gelände der ehemaligen Burgschule in Oberaden. Dorthin zieht dann die Jahnschule, die Platz für ein neues Feuerwehrgerätehaus macht.

Millionen-Fördermittel für den Kohleausstieg

Und auch das größte Bergkamener Städtebauprojekt wird auf der Agenda 2020 stehen: Die Realisierungsphase der Wasserstadt Aden rückt näher. Und auch für die Internationale Gartenausstellung 2027 müssen langsam die Weichen gestellt werden, meint Schäfer. Dabei geht es aus Bergkamener Sicht vor allem um Fördermittel. Solche fließen wegen des Kohleausstieg auch reichlich in den Kreis Unna. Deshalb wird das kommunalpolitische Jahr auch von der Frage geprägt sein, wie Bergkamen möglichst viel vom Kohle-Millionen-Kuchen abbekommt.

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