Was die Bergkamener Kulturfreunde zum Jahresstart erwartet

dzKulturprogramm

Schon im ersten Monat des neuen Jahres zeigt sich das Bergkamener Kulturleben in seiner ganzen Bandbreite. Das Angebot der Veranstaltungen reicht von Kunst bis Comedy.

30.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kultur in Bergkamen macht keine lange Pause zum Jahreswechsel. Bereits in der ersten vollständigen Januarwoche steht die erste Kulturveranstaltung auf dem Programm, die vor allem Musikfreunde interessieren dürfte. Im Laufe des Monats kommen aber auch die Anhänger anderer Kultursparten auf ihre Kosten.

Kulturjahr beginnt mit dem Grand Jam

Das Kulturjahr 2020 eröffnet in Bergkamen die „Grand Jam“-Reihe. Am Mittwoch. 8. Januar, steht der niederländische Tenorsaxophonist Martijn „Tinez“ van Toor mit seiner Band auf der Bühne des „Thorheim“ an der Landwehrstraße in Overberge.

Was die Bergkamener Kulturfreunde zum Jahresstart erwartet

Das erste Grand-Jam-Konzert geht am 8. Januar über die Bühne: Mit dem „Tinez Big Horn Special“. © van Leer

Er hat extra für diesen Abend ein eigenes Programm entwickelt, das laut Kulturreferat „aus einem rauen und vollgeladenen Energie-Mix mit fettem Rhythm ‚n‘ Blues, Jazz-Licks und wildem Rock ‚n‘ Roll“ besteht.

Musikalische Unterstützung bekommt das „Tinez Big Horn Special“ durch Tommy Schneller (Saxophon), Nico Dreier (Piano), Olli Gee (Bass), Alex Lex (Drums) und George Gibson (Gitarre).

Rolf Escher stellt in der „sohle 1“ aus

Für den 19. Januar steht die erste Vernissage in der städtischen Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum im Kulturprogramm: Um 11.30 Uhr eröffnet der Graphiker Rolf Escher seine Ausstellung „Roma- Ewige Stadt- zeichnerische Streifzüge“. Rolf Escher reist seit Jahrzehnten zu Studienaufenthalten in die Metropolen am Mittelmeer.

Was die Bergkamener Kulturfreunde zum Jahresstart erwartet

Rolf Escher eröffnet seine Ausstellung in der Galerie „sohle 1“ am 19. Januar. © Stefan Milk

In den letzten Jahren hat er sich ganz auf die „Ewige Stadt“ konzentriert. Daraus ist ein umfangreicher Zyklus von Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken erwachsen. Diese Werkgruppe wird ergänzt durch eine Folge von neuen Zeichnungen aus Goethes Weimar. Escher stellt nicht zum ersten Mal in Bergkamen aus.

Comedian Quichotte im Mittwochsmix

Eine ganz andere Kulturform ist am Mittwoch, 22. Januar, in der sohle 1 zu erleben. Bei der Kleinkunstreihe „Mittwochsmix“ präsentiert der Stand-Up-Comedian „Quichotte“ sein Programm „Die unerträgliche Leichtigkeit des Neins“. Schon durch seinen Namen versuche er sich als stetiger Kämpfer gegen die Windmühlen der seichten Unterhaltung abzugrenzen, meinen die Veranstalter aus dem Kulturreferat: „In seiner Bühnenshow mischt Quichotte die urbanen Rhythmen des Hip-Hop mit Stand-up-Elementen, skurrilen Geschichten und ernsten, gesellschaftskritischen Spoken-Word-Texten.

Was die Bergkamener Kulturfreunde zum Jahresstart erwartet

Stand-Up-Comedian Quichotte tritt am 22. Januar im Mittwochsmix auf © Fabian Stuertz

Auf ein einzelnes Label verzichtend, tritt er den dreifachen Beweis an, dass sich Lachen, ein hoher Unterhaltungswert und die Liebe zum geschriebenen und gesprochenen Wort nicht ausschließen.“

Kulturveranstaltungen

Hier gibt es Karten

  • Die Karten für das Grand Jam kosten im Vorverkauf 14 Euro (ermäßigt 11 Euro). An der Abendkasse kosten sie 16 Euro (13). Der Vorverkauf endet jeweils montags vor dem Konzert um 12 Uhr. Vorverkaufsstellen sind: Bürgerbüro und Kulturreferat im Rathaus, Thorheim ehemals Haus Schmülling (Landwehrstr. 160), Hauptfiliale Sparkasse Bergkamen (Rathausplatz 2)
  • Karten für das Mittwochsmix sind für 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) zu haben. Beim Kabarett liegt die Preisspanne zwischen 17 Euro und 13 Euro (12 bis 10 Euro).
  • Kartenvorbestellungen sind möglich im Kulturreferat im Rathaus bei Anne Mandok 3. Etage, Zimmer 303, Tel.: 02307/965 464 E-Mail: a.mandok@bergkamen.de

Barbara Ruscher macht Kabarett

Auch Barbara Ruscher ist schon im Mittwochsmix aufgetreten. Inzwischen darf sie aber auf die große Kabarett-Bühne im studio theater, wo sie am Freitag, 24. Januar, ab 20 Uhr ihr Programm „Ruscher hat Vorfahrt“ aufführt. Das besteht im wesentlichen daraus, dass sich Ruscher aufregt: Über Raser, die ihre Wettbewerbe ohne Rücksicht auf Verluste auf öffentlichen Straßen austragen, über Gangsta-Rapper und deren hemmungslosen Vorurteile, über die Infantilisierung unserer Gesellschaft durch Ausmalbücher für Erwachsene.

Ruscher fragt sich, warum ihre Tochter unbedingt aufs Gymnasium will und bekommt die Antwort: „Weil da so viel Unterricht ausfällt.“ Laut Kulturreferat bietet Ruscher „einen Mix aus aktuellem Kabarett, entlarvender Comedy und komischen Songs am Klavier“, in dem sie „mit viel Charme und satirisch-intelligentem Biss gesellschaftsaktuellen Fragen“ nachgeht.

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