Warum Menschen nach Bergkamen ziehen und wie es ihnen dort gefällt

dzNeubürger

Wer wissen will, warum Menschen nach Bergkamen ziehen, muss zum Neubürgerabend gehen. Den Menschen, die an der Veranstaltung teilnehmen, gefällt es offenbar an ihrem neuen Wohnort.

Bergkamen

, 12.09.2019, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich ist Martin Kerczynski ja fehlplatziert beim Neubürgerabend der Stadt. „Ich wohne seit über 20 Jahren in Bergkamen“, sagt er. Aber er begleitet seine Frau Beryl Annam-Kerczynski. Sie ist erst Mitte Juli nach Bergkamen gezogen und hat deshalb eine Einladung vom Bürgermeister zu der Veranstaltung im Treffpunkt bekommen. Dort ist Beryl Annam-Kerczynski diejenige, die den weitesten Umzug hinter sich hat: Sie kommt aus der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

Warum Menschen nach Bergkamen ziehen und wie es ihnen dort gefällt

Beryl Annam-Kerczynski stammt aus Kenia und ist zu ihrem Mann Martin Kerczynski nach Overberge gezogen. © Johannes Brüne


In Bergkamen kann man gut Radfahren

Noch ist sie dabei, sich in Bergkamen einzugewöhnen. Aber es gefällt ihr gut hier, sagt sie. Und einige Sehenswürdigkeiten hat ihr Mann ihr bereits gezeigt: „Wir waren schon am Kanal und auf der Halde.“ Dass man in Bergkamen gut Fahrradfahren kann, hat Beryl Annam-Kerczynski auch schon entdeckt: „Die Zechenbahntrasse ist meine Lieblingsstrecke. Auch Stephanie Hamer weiß es zu schätzen, dass Teile von Bergkamen eher ländlich strukturiert sind. Sie ist aus Wanne-Eickel hergezogen, ebenfalls der Liebe wegen. Sie ist mit Karsten Gröhling liiert, einem Ur-Bergkamener.

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Stephanie Hamer aus Wanne-Eickel ist der Liebe wegen zu Karsten Gröhling nach Schönhausen gezogen. © Johannes Brüne


Ein Besuch in Schönhausen ist wie Urlaub

Acht Jahre hat das Paar in Wanne-Eickel gelebt, nun sind sie in Gröhlings Heimat zurückgekehrt und haben ein Haus in Schönhausen bezogen. Stephanie Hamer findet, dass sie auf diese Weise in einer besonders schönen Ecke von Bergkamen gelandet sind: „Und es ist schön ruhig hier. Freunde aus Wanne-Eickel, die zu Besuch waren, haben gesagt: Das ist ja wie Urlaub.“

Warum Menschen nach Bergkamen ziehen und wie es ihnen dort gefällt

Bürgermeister Roland Schäfer begrüßte die neuen Bürger im Treffpunkt. © Marcel Drawe




Von Oberhausen nach Overberge

Kathrin und Benjamin Spies sind erst seit zwei Monaten Bergkamener, sie sind aus beruflichen Gründen aus Oberhausen nach Bergkamen gezogen. „Wir müssen die Stadt noch erkunden“, sagt Benjamin Spies. Das Paar wohnt in Overberge. „Im Vergleich zu Oberhausen ist da natürlich etwas weniger los“, sagt Kathrin Spies. Aber sie fühlen sich hier wohl. Zumal man in Overberge und den anderen Bergkamener Stadtteilen günstig bauen und wohnen kann. Diesen Vorteil weiß zum Beispiel Dirk Müller zu schätzen: „Ich habe 20 Jahre in München gelebt“, sagt er. „Da sind die Mieten natürlich ganz anders.“ Müller ist vor einem Jahr aus von Hattingen nach Bergkamen gezogen, weil er eine gute Stelle in Lünen-Brambauer bekommen hat. Seine Frau und die Kinder fühlen sich auch wohl, sagt er: „Wir haben hier Freunde gefunden.“

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Auch an der Büscherstraße gibt es ein Neubaugebiet für neue Bürger. © Stefan Milk


Näher an den Arbeitsplatz gezogen

Daniela und André Straub begegnen im Treffpunkt immerhin ihre neuen Nachbarn aus Oberaden. Die beiden sind im Mai aus Dülmen ins neue Eigenheim gezogen. André Straub arbeitet in Unna und ist jahrzehntelang gependelt: „Nun ist unser Sohn aus dem Haus, da sind wir näher an den Arbeitsplatz gezogen“, sagt Daniela Straub, die sich freut, wieder im Ruhrgebiet zu leben: „Ich komme ursprünglich aus Bochum.“ Für Oberaden sprach unter anderem die Situation auf dem Immobilienmarkt. Bei dem Neubürgerabend erfahren die Straubs, dass sich in dieser Hinsicht noch eine ganze Menge tun wird in Bergkamen. Bürgermeister Roland Schäfer stellt bei seinem Vortrag unter anderem die Pläne für die Wasserstadt Aden auf dem ehemaligen Zechengelände am Datteln-Hamm-Kanal vor. „Dass so etwas in unserer Nähe entstehen soll, wusste ich bisher gar nicht“, sagt Daniela Straub. Doch selbst für Alteingesessene lohnt ein Besuch beim Neubürgerabend, findet Martin Kerczynski: „Ich habe heute Dinge über Bergkamen erfahren, die ich auch noch nicht kannte.“

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