Warum jetzt eine Neonröhre in der Orgel der Auferstehungskirche hängt

dzOrgelabend am Freitag

Nach der Renovierung verfügt die Orgel in der Auferstehungskirche über ein neues Klangspektrum. Das will der Organist am Freitag präsentieren. Und einige Besonderheiten der Orgel zeigen.

Weddinghofen

, 06.11.2019, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Orgel in der evangelischen Auferstehungskirche ist jetzt beleuchtet. Und zwar von innen. Natürlich benötigt Organist Dr. Hans-Christian Tacke die Neonröhre, die zwischen den Pfeifen hängt, nicht zum Spielen des Kircheninstrumentes. Aber nachdem die Orgel aufwendig überholt, repariert und auch ausgebaut worden ist, will er auch ihr Innenleben präsentieren.

Ein Fenster gibt den Blick auf das Orgelinnere frei

Für diesen Zweck hat der Orgelbauer eigens ein Glasfenster an der Seite des hölzernen Orgelkastens angebracht. „Auf diese Weise kann ich Kinder- oder Schülergruppen erklären, wie das Instrument funktioniert“, sagt Tacke.

Warum jetzt eine Neonröhre in der Orgel der Auferstehungskirche hängt

Das Orgelinnere wird durch eine Neonröhre beleuchet. © Stefan Milk

Zunächst einmal will er aber den Weddinghofer Mitgliedern der Friedenskirchengemeinde und allen anderen Interessierten vorführen, wie sich die Orgel im Laufes des Sommer verändert hat. Dafür veranstaltet er an diesem Freitag, 8. November, ein Orgelfest in der Auferstehungskirche.

Präsentation über den Orgelumbau

Dort führt er eine Präsentation vor, die zeigt, was der Orgelbauer Jan Steinmann aus Vlotho und sein Mitarbeiter Frank Wilmsmann alles gemacht haben, nachdem sie im vergangenen Sommer die gesamte Orgel auf der Kirchenempore demontiert hatten.

Auferstehungskirche

Ein Abend für die Orgel

Die Vorstellung der neuen Orgel beginnt am Freitag, 8. November, um 18.30 Uhr in der Auferstehungskirche an der Goekenheide 7 in Bergkamen-Weddinghofen. Der Eintritt ist frei.

Weil sie etliche neue Pfeifen eingebaut haben, klingt die Orgel jetzt auch anders. Und das will Tacke natürlich auch demonstrieren, indem er sich an den Spieltisch setzt.

Von Bruckner bis zu den Scorpions

Er wird den Abend mit einem Orgelstück von Anton Bruckner eröffnen: „Das zeigt das ganze Spektrum der Orgel“, sagt er. Und ohne Musik von Johann Sebastian Bach kommt so ein Orgelabend auch nicht aus. Tacke will aber auch diejenigen eines Besseren belehren, die die Orgel für ein antiquiertes Instrument halten, das für populäre Musik ungeeignet ist.

Warum jetzt eine Neonröhre in der Orgel der Auferstehungskirche hängt

Der Orgelbauer hat einige zusätzliche Pfeifen eingebaut. © Stefan Milk

So holt er sich den Schlagzeuger Christoph Breuer und den E-Gitarristen Jürgen Mark auf die Orgel-Empore, um mit ihnen Stücke aus der Pop- und Rockwelt zu spielen. Zum Abschluss des Programms erklingt der Klassiker „Wind of Change“ von den Scorpions.

Spender geben 21.000 Euro

Der Abend rund um die Orgel dient aber auch dazu, den Spendern zu danken, die die Erweiterung überhaupt erst möglich gemacht haben. Insgesamt hat die Gemeinde laut Tacke 36.000 Euro für den Orgelumbau ausgegeben. 21.000 Euro davon kamen durch Spenden zusammen. Es gab einige wenige Großspenden ab 700 Euro, berichtet Tacke: „Andere haben kleinere Beträge ab 5 Euro gegeben.“

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