Warum es noch immer keine neue Anlaufstelle für Jugendliche gibt

dzStreetwork

Die Anlaufstelle „Anstoß“ der Streetworker am Bergkamener Hallenbad ist schon lange zu klein geworden. Der Bau eines neuen Domizils scheitert aber an Problemen der Stadt.

Bergkamen

, 14.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Sozialdezernentin Christine Busch gefragt wird, wann die Streetworker ihre neue Anlaufstelle beziehen wollen, sagt sie „Am, liebsten schon im vergangenen Jahr.“ Die Anlaufstelle „Anstoß“ am Nordbergstadion ist schon lange zu klein geworden und entspricht auch von der Raumaufteilung nicht mehr den Anforderungen der Streetworker. Hinzu kommt, dass die Stadt den ganzen Bereich überplanen will, sobald es das neue Bad am Häupenweg gibt.

Bisherige Pläne für eine neue Anlaufstelle sind gescheitert

Trotzdem kann die Dezernentin nicht sagen, wann die Streetworker tatsächlich ihr neues Domizil beziehen können. Bisher sind alle Pläne, eine neue Anlaufstelle zu schaffen, aus unterschiedlichen Gründen gescheitert. Der Plan, die ehemalige neuapostolische Kirche an der Lassallestraße für die Anlaufstelle zu mieten, zerschlug sich vor allem wegen der zu erwartenden hohen Heizkosten.

Zwischendurch gab es die Planung, die Anlaufstelle an der geplanten neuen Turnhalle an der Freihrr-vom-Stein-Realschule anzusiedeln. Auch diesen Plan gab die Stadt allerdings auf.

Stadt fehlen zurzeit die Kapazitäten

„Die Anlaufstelle wird wohl ein Solitär bleiben“, macht Busch deutlich. Das bedeutet, dass sie nicht an eine andere städtische Einrichtung angebunden wird. Bei der letzten Planung ging es darum die neue Anlaufstelle auf einem städtischen Gelände im Umfeld des Nordbergs zu bauen – denn dort soll die Anlaufstelle auch in Zukunft bleiben. Die Planung und die Kostenkalkulation für den Neubau seien allerdings „nicht darstellbar“ gewesen, wie Busch sagt. Mit anderen Worten: Der Stadt fehlen angesichts diverser anderer Bauprojekte zurzeit die Kapazitäten, um den Neubau zu planen.

Die Dezernentin setzt jetzt darauf, dem Streetwork durch Zwischenlösungen etwas Luft zu verschaffen – zum Beispiel, indem die Stadt zumindest nach Lagerräumen sucht, die von den Streetworkern genutzt werden können. Das Streetwork ist in den vergangenen Jahren auch immer mehr eine Anlaufstelle für Zuwanderer geworden.

Neubau der Anlaufstelle ist unerlässlich

Trotzdem hält sie einen Neubau für unerlässlich und will jetzt auch noch einmal in der Spitze der Stadtverwaltung darauf drängen. Sie hofft, dass sich im Rahmen des Stadtmittekonzepts „Bergkamen mittendrin“ eine Möglichkeit ergibt, die neue Anlaufstelle zu planen und zu verwirklichen. Busch möcht deshalb ein Jugendheim mit einer modernen Konzeption, entsprechend viel Platz und den passenden Räumen.

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