Warum die Freigabe der Töddinghauser Straße von den GSW abhängt

dzAbriss der Turmarkaden

Der Abriss der Turmarkaden schreitet voran. Der Gebäudeteil an der Töddinghauser Straße steht noch, sie ist aber dennoch gesperrt. Das liegt an einem anderen Unternehmen.

Bergkamen

, 29.10.2019, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ende der Turmarkaden rückt näher: Wenn nichts Gravierendes mehr dazwischen kommt, wird das ehemalige Einkaufszentrum Anfang oder Mitte Dezember vollständig abgerissen sein. Zumindest ist Alexander Dold, der Geschäftsführer der Eigentümerin Interra Immobilien AG, optimistisch, dass das Abbruchunternehmen den vorgesehenen Zeitplan einhält. Und spätestens dann werden die Autofahrer auf der Töddinghauser Straße wieder freie Fahrt haben.

Warum die Freigabe der Töddinghauser Straße von den GSW abhängt

Die GSW brauchen noch sechs Wochen für die Leitungsarbeiten. © Marcel Drawe


GSW verlegen Leitungen

Möglicherweise sogar früher. Das hängt davon ab, wie schnell die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) arbeiten. Denn die halbseitige Sperrung der Töddinghauser Straße vom Kreisverkehr am Rathaus in Richtung Friedenskirche hängt zwar mit den Abbruch-Arbeiten zusammen, aber letztlich nur mittelbar. Hauptgrund dafür sind Arbeiten der GSW, die dort ihre Leitungen verlegen. Die Rohre für die Fernwärme und Strom- und andere Versorgungskabel verliefen bisher durch den Keller der Turmarkaden, sodass die umliegenden Wohnhäuser von dem Gebäudekomplex abhingen. Vor Beginn der Abbrucharbeiten hatten sich die GSW und die Interra auf eine Entflechtung geeinigt. Laut Dold teilen sich beide Seiten die anfallenden Kosten.

Warum die Freigabe der Töddinghauser Straße von den GSW abhängt

Ein Teil der Turmarkaden ist bereits abgerissen. © Marcel Drawe


Arbeiten dauern noch sechs Wochen

Die dafür notwendigen Arbeiten sollen nach Angaben von GSW-Pressesprecher Timm Jonas noch etwa sechs Wochen dauern. Die Turmarkaden dürfen dann schon zum größten Teil verschwunden sein – zumindest dann, wenn Dolds Optimismus berechtigt ist und der Zeitplan aufgeht. Und der Interra-Geschäftsführer ist auch schon längst mit den Zukunftsplanungen beschäftigt. Bekanntlich will das Unternehmen auf der Fläche der Turmarkaden ein neues Einkaufszentrum mit dem Namen „Bergkamen Galerie“ errichten. Und offenbar kristallisiert sich inzwischen auch deutlich heraus, wer dort einziehen wird.

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Gespräche mit dem Ankermieter

Dold hat sich eigenen Angaben zufolge am Montag dieser Woche mit Vertretern eines Handelsunternehmens getroffen, das als Ankermieter in dem neuen Einkaufszentrum vorgesehen ist. Einen Namen allerdings verrät er nach wie vor nicht: Den werde er erst bekannt geben, wenn auch wirklich Unterschriften unter dem Vertrag stehen. Allerdings rechnet Dold damit, dass der Kontrakt in Kürze abgeschlossen sein wird. Somit erfahren die Bergkamener möglicherweise noch vor Weihnachten, wo sie demnächst einkaufen können. Der Neubau soll im ersten Quartal des neuen Jahres beginnen, das neue Einkaufszentrum könnte dann 2022 öffnen.

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