Wahrscheinlich kommen als erstes Grundschulen in den Genuss des schnellen Netzes

dzBreitbandausbau

Bergkamen und Kamen bekommen ziemlich viel Fördermittel für den Ausbau des schnellen Internets. Doch es ist gar nicht so einfach, das Geld auszugeben. Und womöglich reicht es nicht.

Bergkamen, Kamen

, 13.09.2019, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis Bergkamen, Kamen und Bönen ein Breitbandnetz für das schnelle Internet bekommen, dauert es noch. Bei den Schulen und den Unternehmen könnte es schneller gehen. Das hängt damit zusammen, dass die Kommunen Geld aus unterschiedlichen Töpfen bekommen. Zum einen für ein Glasfasernetz, das sie bauen lassen und dann an den kommunalen Telekommunikationsbetreiber Helinet verpachten. Damit sollen die Lücken in der Versorgung mit dem schnellen Netz geschlossen werden.

Bergkamen koordiniert für die Nachbarn mit

Bergkamen koordiniert die Arbeit für die beiden Nachbarn mit und hat dafür eigens den „Breitbandbetrieb Bergkamen“ (BBB) gegründet. Der kümmert sich auch um einen modernen Netzanschluss für Gewerbegebiete und für Schulen, für die ebenfalls Fördermittel fließen. Am schnellsten könnte es bei den Schulen gehen. Fünf Kamener und vier Bergkamener Grundschulen erfüllen die Kriterien für die Förderung. „Wir haben bereits einen Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt“, berichtet der Bergkamener Wirtschaftsförderer Walter Kärger. Er hofft, dass es noch in diesem Jahr eine Zusage gibt. Dann könnten die notwendigen Arbeiten im nächsten Jahr beginnen.

Auch für Gewerbegebiet fließen Fördermittel

Bei den Gewerbegebieten wird es noch ein wenig länger dauern. Der BBB muss zunächst einmal eine so genannte Markterkundung vornehmen und herausfinden, welche Areale überhaupt für eine Förderung in Frage kommen und welche Unternehmen Interesse an einem Anschluss haben. Dieses Prozedere läuft gerade, berichtet Kärger. Und was das neue Glasfasernetz betrifft, gibt es noch eine ganze Reihe von Vorarbeiten zu erledigen, bis die Bagger tatsächlich rollen. Der Betriebsausschuss soll in seiner nächsten Sitzung am 25. September die Ausschreibung für die Netzplanung und den Netzbau ausschreiben. „Das wird wahrscheinlich eine EU-weite Ausschreibung“, meint Kärger.

Die Planung wird kompliziert

Das macht die Sache aufwendig. Und das Komplizierte ist auch gar nicht der Bau, sondern die Planung. Zum Beispiel, weil die Leitungen diverse Bundes-, Landes- und möglicherweise auch die Wasserstraße Datteln-Hamm-Kanal kreuzen. Dafür sind dann Vereinbarungen mit den jeweiligen Behörden notwendig. „Und möglicherweise benötigen wir auch private Flächen“, sagt Kärger. Vermutlich muss der BBB deshalb mehr Geld ausgeben als Fördermittel zugesagt sind. Das allerdings, meint Kärger, stelle kein Problem dar: Der Bund habe einen Nachschlag in Aussicht gestellt.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Verkehrsplanung

Nach L 821n-Freigabe: Mehr Platz für Radler und Fußgänger in Oberaden und Weddinghofen

Hellweger Anzeiger Verkaufsoffene Sonntage

Zumindest rund um den Nordberg könnte es weiter Verkaufssonntage geben

Meistgelesen