Vorsicht vor falschen Rauchmelder-Prüfern

dzMögliche Betrugsmasche

In Bergkamen sind möglicherweise Trickbetrüger unterwegs, die sich als Mitarbeiter einer Behörde ausgeben, die Rauchmelder untersucht. Die Polizei hat zwar noch keine Anzeige, aber einen guten Rat.

Bergkamen

, 20.03.2020, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Bergkamen soll eine Bande unterwegs sein, die sich mit einem Trick Zugang zu Wohnungen und Häusern verschafft, um sie auszuspionieren und Wertsachen zu stehlen. Die Betrüger sollen immer nach der gleichen Masche vorgehen: Sie schellen an der Haus- oder Wohnungstür, geben sich als Behördenmitarbeiter aus und wollen kontrollieren, ob sich ausreichend Rauchmelder im Haus befinden und ob sie an der richtigen Stelle installiert sind.

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Das verschafft ihnen Zutritt zu fast allen Räumen und sie können sich in Ruhe nach lohnendem Diebesgut umschauen. Ein Bergkamener, der sich an die Zeitung gewandt hat, ist zwar nicht selbst Opfer geworden, hat aber schon unabhängig von mehreren Bekannten gehört, dass die falschen Rauchmelder-Prüfer da waren.

Darüber hat die Polizei bisher keine Erkenntnisse, wie Bernd Pentrop Pressesprecher bei der Kreispolizeibehörde Unna, mitteilt. Bisher liege der Polizei keine Anzeige vor.

Polizei rät: Immer den Ausweis zeigen lassen

Ohnehin habe die Corona-Krise zu einem Rückgang solcher Straftaten geführt, sagt er. Es gebe fast keine Einbrüche mehr und auch die Trickbetrügereien an der Haustür hätte deutlich abgenommen, sagt Pentrop. Er geht aber nicht davon aus, dass das so bleibt. „Die Betrüger passen sich ständig an und lassen sich dauernd etwas Neues einfallen“, sagt der Pressesprecher.

Er rät deshalb generell zur Vorsicht, wenn ein Unbekannter oder eine Unbekannte vor der Tür steht und irgend etwas überprüfen will - ganz gleich, ob es sich um Rauchmelder oder etwas anderes handelt. „Lassen Sie sich den Ausweis zeigen und prüfen Sie ihn genau“, rät er allen Betroffenen. Bei einer Unsicherheit, beispielsweise weil die Kontrolle unwahrscheinlich erscheint, der Kontrolleur einen verdächtigen Eindruck macht oder der Ausweis seltsam aussieht, sollten Betroffene die Polizei rufen. „Besser einmal zu viel, statt einmal zu wenig“, rät der Polizeisprecher.

Tipps gegen die Enkeltrick-Betrüger

Er hat auch noch einige Tipps, wie Menschen sicher gehen können, dass sie nicht auf den „Enkeltrick“ hereinfallen. Wenn sich der Enkel oder die Enkelin oder ein anderer Verwandter meldet, sollte er immer von sich aus seinen Namen sagen. „Man darf sich nie auf die Frage einlassen: Rate mal, wer am Telefon ist?“, sagt Pentrop. Außerdem sollten die Angerufenen den Anrufer nach Dingen fragen, die nur Familienangehörige wissen. Wenn sie davon keine Ahnung haben, fliegen Betrüger schnell auf.

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