Vorbereitungen für den Abriss der Lippebrücke

dzRodungsarbeiten beginnen

Der Abriss und der Neubau der Lippebrücke rücken näher. Zu Jahresbeginn lassen sich auf und neben der Flussquerung zwischen Bergkamen und Werne auch schon konkrete Arbeiten beobachten.

Bergkamen

, 08.01.2019 / Lesedauer: 3 min

So will Gelsenwasser in dieser Woche damit beginnen, die Wasserleitungen zu verlegen, die bisher an der Lippebrücke verlaufen. Während der Bauphase will der Versorger Ersatzleitungen an der ehemaligen Eisenbahnbrücke nutzen, die parallel zur Bundesstraße 233 verläuft. Die für die Leitungs-Verlegung notwendigen Betonfundamente haben die Bauarbeiter bereits im Dezember gegossen. Sie sind – wie geplant – über die Feiertage getrocknet, berichtete auf Anfrage Ulrich Moors aus der Unnaer Gelsenwasser-Niederlassung. Dabei hat das Wetter mitgespielt: „Der Regen war kein Problem, nur bei starkem Frost hätten wir Schwierigkeiten bekommen“, sagte Moors.

Dementsprechend werden Autofahrer, die in dieser Woche über die Brücke fahren, Bauarbeiter bei der Leitungsverlegungsarbeit beobachten können. Auf allzu große Behinderungen müssen sich die Brückennutzer aber nicht einstellen. „Wir halten an unserem Plan fest, die Arbeiten ohne Sperrungen und ohne Baustellenampel auszuführen“, kündigte Moors an. Ob sich dieses Vorhaben realisieren lässt, wird sich allerdings erst im Laufe der Bauarbeiten herausstellen: „Das hängt davon ab, ob wir schweres Gerät einsetzen müssen“, meinte der Gelsenwasser-Mann. Doch falls tatsächlich verkehrsbehindernde Arbeiten nötig sein, will Gelsenwasser sie auf ein Wochenende legen, weil dann nicht so viele Fahrzeuge über die Brücke rollen. Moors rechnet damit, dass es noch etwa vier bis sechs Wochen dauert, bis die Ersatzleitungen an der Eisenbahnbrücke verlaufen, die heute als Fuß- und Radweg dient.

Vorbereitungen für den Abriss der Lippebrücke

Neben der Brücke müssen bis Ende Februar Büsche gefällt werden, um Platz für die Bauarbeiten zu machen. © Stefan Milk

Rodung erforderlich

Bis dahin wird auch der eigentliche Brücken-Bauherr, der Landesbetrieb Straßen.NRW, mit den ersten Vorbereitungen begonnen haben. Um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen, müssen Bäume und Büsche gefällt werden, die zwischen den beiden Brücken sowie auf der Werner Seite von Bergkamen aus gesehen auf der rechten Seite der Straße wachsen. Das muss bis Ende Februar geschehen, weil solche Fäll- und Rodungsarbeiten ab dem 1. März aus Naturschutzgründen verboten sind. Deshalb hat Staßen.NRW diesen Auftrag vergeben, sagte der Projektleiter Gregor Ellerkamp aus der Niederlassung Coesfeld des Landesbetriebs. Die eigenen Holzfäll-Kräfte seien derzeit bestens ausgelastet. Straßen.NRW hat bereits ein Unternehmen mit der Rodung beauftragt. Ellerkamp ist sicher, dass das Unternehmen die Februar-Frist einhält: „So aufwendig sind die Arbeiten nicht. Wenn sie Anfang Februar beginnen, wird Ende des Monats von den Bäumen und Sträuchern nichts mehr zu sehen sein.“

Derweil arbeitet Straßen.NRW an der Ausschreibung für den eigentlichen Brückenneubau. Ellerkamp rechnet damit, dass die Angebote der beteiligten Unternehmen bis zum Ende des Früjahrs vorliegen. Den Auftrag könnte Straßen.NRW dann im Sommer vergeben, sagte Ellerkamp: „Die Bauarbeiten sollen dann nach den großen Ferien beginnen.“

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