Vorbereitungen für das Verfüllen von Schacht Haus Aden 2

dzFörderturm bald überflüssig

Die RAG will den Schacht Haus Aden 2 im September verfüllen. Wie lange der letzte Förderturm in Oberaden noch steht, ist zurzeit ungewiss.

Bergkamen

, 12.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Aufmerksame Beobachter konnten in den vergangenen Tagen einen großen Autokran und Montagearbeiter auf dem Förderturm über dem Schacht 2 der ehemaligen Zeche Haus Aden in Oberaden sehen. Sie sind Zeugen von Arbeiten, die für den Förderturm mittelfristig das Ende bedeuten könnten. Die RAG ist zurzeit dabei, Vorbereitungen zu treffen, um sogenannte Hüllrohre im Schacht anzubringen, sagte RAG-Sprecher Ulrich Aghte auf Anfrage.

Hüllrohe für die Tauchpumpen

Die Hüllrohre sind notwendig, damit die RAG später Tauchpumpen in den Schacht hinunterlassen kann. Sie sollen die Aufgabe der unter Tage montierten Pumpen übernehmen, die zurzeit noch das Grubenwasser durch den Schacht nach oben pumpen.

Verfüllung im September

Die Verfüllung des Schachts soll wahrscheinlich schon im September beginnen – zeitgleich mit der Verfüllung des Schachtes Grimberg 2 auf der ehemaligen Zeche Monopol in Bergkamen-Mitte. „Wir wollen das Grubengebäude an beiden Schächten etwa zeitgleich verschließen“, sagte Aghte. Die RAG lässt zurzeit schon Sand auf das Monopol-Gelände liefern, der zum Verfüllen des Schachtes notwendig ist.

Vorbereitungen für das Verfüllen von Schacht Haus Aden 2

Der Kran am Förderturm in Oberaden ist ein Vorbote für das geplanten Verfüllen des Schachtes. © Kevin Kalvemann

Pumpen unter Tage werden abgeschaltet

Bevor der Schacht auf der ehemaligen Zeche Haus Aden verfüllt wird, werden die Pumpen unter Tage abgeschaltet und demontiert. Die Pause beim Pumpen ist nach Aghtes Angaben kein Problem. „So schnell steigt das Grubenwasser nicht an“, sagt er.

Die RAG hat jetzt ohnehin die Erlaubnis, das Grubenwasser von über 1000 Meter unter der Erdoberfläche auf etwa 600 Meter ansteigen zu lassen. Das ist nicht unumstritten. Kritiker fürchten unter anderem, dass Schadstoffe aus Reststoffen ausgewaschen werden könnten, die in den 90er Jahren unter Tage deponiert wurden.

Noch keine Pläne für den Förderturm-Abriss

Sobald die Tauchpumpen im Einsatz sind, benötigt die RAG den Förderturm der ehemaligen Zeche Haus Aden nicht mehr. Grundsätzlich will das Unternehmen ihn abreißen, weil die Unterhaltung teuer ist. Einen Termin, wann das Fördergerüst abgerissen wird, gibt es aber noch nicht. „Da gibt es keine neuen Sachstand“, sagt der RAG-Sprecher.

Der Förderturm über dem Schacht Grimberg 2 wird auf jeden fall vom Abriss verschont. Er ist zwar neuer als der Förderturm auf Haus Aden, aber von seiner Konstruktion als Drei-Scheiben-Anlage einmalig in Deutschland. Deshalb steht er unter Denkmalschutz und darf nicht abgerissen werden.

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