Von Swimmingpool bis Plastikbecher: Das sind die Funde der Oberadener Müllsammelaktion

dzAktion „Sauberes Oberaden“

Zahlreiche freiwillige Helfer machten sich am Samstag auf den Weg, um Oberaden von lästigem Müll zu befreien. Dabei schüttelten sie mehr als einmal den Kopf. Die Funde sind teils erschreckend.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 12.10.2019, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einmal mehr konnte der Vorsitzende der SPD-Oberaden, Rüdiger Weiß, nach Abschluss der diesjährigen Müllsammelaktion „Sauberes Oberaden“ einen positiven Trend zu weniger Müll in der Landschaft verzeichnen. Keinen Rückgang gab es erfreulicherweise bei der ungebrochenen Bereitschaft der Oberadener Vereine, sich wieder rege an der Müllsammelaktion beteiligten.

„Inzwischen gehören der Schützenverein, der Fanclub Schalke 04, die Leichtathleten, die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche, die IGBCE und auch die Feuerwehr längst zu der „Stammbelegschaft“, freute sich Rüdiger Weiß. „Die sind alle tapfer und treu und man kann sich immer auf sie verlassen.“ Es waren aber auch einige „Einzelkämpfer“ mit dabei, die den einen oder anderen mitgezogen hatten.

Von Swimmingpool bis Plastikbecher: Das sind die Funde der Oberadener Müllsammelaktion

Viele Helfer beteiligten sich an der Aktion „Sauberes Oberaden“. © Boyrs Sarad

Müllsammelaktion in Oberaden: Plastikbecher sind im Trend

Die gefundenen Abfallmengen waren beträchtlich. „Gleich zwei aufblasbare Swimming-Pools haben uneinsichtige Mitbürger in die Landschaft entsorgt, statt dies für ein paar Euros im Wertstoffhof zu tun“, stellte Weiß kopfschüttelnd fest. „Das waren schon richtige Kaventsmänner!“

Vom Sundern, rund um die Rotherbachstraße und auch das weitläufige Gebiet am Kuhbachweg haben die fleißigen Müllsammler abgesucht und vom Müll befreit. Etliche blaue Müllsäcke wurden dabei gefüllt. Aus Erfahrung klug, hatten einige Sammler ihren Bollerwagen gleich mit dabei. „Dadurch, dass wir nun einen Monat später die Aktion durchgeführt haben, ging alles ein wenig schneller und einfacher“, meinte einer der Helfer, „war doch kaum noch Laub an den Sträuchern und man hatte einen guten Durchblick.“

„Die Pfandflaschen bringen die Leute schön zurück, aber die Kronenkorken werfen sie einfach weg. Eigentlich müsste es darauf auch Pfand geben!“

Zu den „Rennern“ mauserten sich dieses Mal sogar die sogenannten „To Go“-Plastikbecher. „Irgendjemand hat da wohl etwas falsch verstanden“, meinte eine Sammlerin. Auch viele kleine leere Schnapsflaschen und Unmengen an Kronenkorken waren dabei. „Die Pfandflaschen bringen die Leute schön zurück, aber die Kronenkorken werfen sie einfach weg. Eigentlich müsste es darauf auch Pfand geben!“ sagte ein anderer Sammler. Weiterhin gab es noch einen rostigen Fahrradrahmen, mehrere große Kunststoff-Kanister und sogar einen Reisekoffer, der sicherlich schon bessere Zeiten erlebt hat.

Bevor es dann für alle als Dankeschön die deftige Erbsensuppe mit Bockwursteinlage von Kralemann gab, nicht auf Einmal- sondern auf Porzellantellern, dankte Rüdiger Weiß noch einmal allen Helfern für die nicht selbstverständliche Bereitschaft, ihren kostbaren Samstagvormittag für die Müllsammelaktion zu opfern.

Von Swimmingpool bis Plastikbecher: Das sind die Funde der Oberadener Müllsammelaktion

Zur Belohnung gab es für die Helfer im Anschluss Getränke und Erbsensuppe. © Boyrs Sarad

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen