Welpenkurs ausgebucht: Nach Brand-Tragödie geht es für die Hundesportler endlich bergauf

dzVereinsheim vor Wiedereröffnung

Beim HSV geht es bergauf – und zwar steil. Der Verein startet mit neuen Mitgliedern und einem neuen Vereinsheim ins neue Jahr. Nach einem strapaziösen Jahr haben die Mitglieder sich das verdient.

Bergkamen

, 08.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Frühjahr wollen sie ihr Vereinsheim feierlich eröffnen – mit Gästen und vielen Vereinsmitgliedern. Der Bergkamener Hundesportverein HSV hat sich von der Brandtragödie im Dezember 2018 erholt – und zwar prächtig. Das Vereinsheim ist endlich wieder vorzeigbar und der Verein kann sich über so viele neue Mitglieder freuen, dass die Kurse alle voll sind. Höchstens im Agility-Kurs gebe es noch Platz, sagt die Sprecherin des Vereins, Christina Desinger.

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Weil die Trainer ehrenamtlich im Einsatz sind, sei es nicht so einfach, zusätzliche Kurse anzubieten. Einen neuen Trainer würde der Verein „mit offenen Armen“ aufnehmen, sagt Desinger. Genug Kapazitäten gebe es.

Unter anderem wurde der neue Welpenkurs, der dieses Jahr startete, gut angenommen. In einer Gruppe lernen acht Hunde, auf Befehle zu hören. Mittlerweile ist aus dem Welpenkurs ein Junghundekurs geworden. „Alle sind geblieben“, sagt Desinger zufrieden.

Feierliche Eröffnung im kommenden Frühjahr

Die interne Weihnachtsfeier des Vereins wird also gut besucht sein. Alle Mitglieder sind am Sonntag, 15. Dezember, ab 15 Uhr im Vereinsheim am Buchenweg willkommen. Doch auch Besuchern will der Verein sein neues Heim bald präsentieren. Eine Eröffnung sei für das Frühjahr geplant, sagt Desinger.

Eigentlich wollte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum noch in diesem Jahr feiern, aber die Arbeiten verzögerten sich.

Mittlerweile ist das Vereinsheim aber vorzeigbar. Am Samstag haben die Vereinsmitglieder noch ein paar Tische zusammengebaut, Laub gefegt und geputzt. Es ist nun bereit für die interne Sause.

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Jemand hatte das HSV-Heim wohl angezündet

Die Mitglieder haben in diesem Jahr fleißig mit angepackt und die Handwerker unterstützt. Unter anderem musste das Dach komplett erneuert werden, denn das Vereinsheim war nach dem Brand, den allem Anschein nach jemand gelegt hatte, völlig zerstört. Die Schadenssumme wurde auf rund 35.000 Euro geschätzt und es dauerte etwa ein Jahr, es wieder aufzubauen.

Was sie selbst tun konnten, taten die Mitglieder des Vereins. Gemeinsam entfernten sie sämtliche Boden- und Wandbeläge und bearbeiteten die Mauern und Balken mit einer Lauge, damit keine Schadstoffe entweichen können. Auch das Vordach erneuerten sie selbstständig.

Nach getaner Arbeit wird das neue Jahr für den Bergkamener Verein also wohl gut starten. Verdient hat er es freilich.

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