VKU sucht nach Lösungen für bessere Busanbindung in Overberge

Busverkehr

Eigentlich soll Overberge besser ans Busnetz angebunden werden. Die von der Stadt gewünschte Lösung ist jedoch schwer umzusetzen. Das hat mit den Bedürfnissen der Busfahrer zu tun.

Bergkamen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min
VKU sucht nach Lösungen für bessere Busanbindung in Overberge

Die VKU-Linie R 81 fährt einmal pro Stunde über die Landwehrstraße in Overberge. Einen Halbstundentakt umzusetzen, ist nach Angaben der Verkehrsgesellschaft jedoch schwierig. © Marcel Drawe

Die Overberger müssen noch länger auf eine bessere Busanbindung warten. Eigentlich hatte die Stadt Bergkamen gefordert, dass die Linie R 81/82 jede halbe Stunde über die Landwehrstraße und die Hansastraße fährt. Bisher gibt es die Verbindung nur einmal pro Stunde über die Linie R81. Dabei soll es auch vorerst bleiben, hat die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) dem Kreis Unna mitgeteilt. Die Fahrplanumstellung bei der Linie R 82 sei schwierig und mit erheblichen Kosten verbunden, teilte die VKU mit – sehr zur Verärgerung der Bergkamener Kommunalpolitik. Sie warf der Verkehrsgesellschaft vor, weder die Höhe der zusätzlichen Kosten offenzulegen noch Alternativen anzubieten.

Umstellung bei der Linie R 82 ist kompliziert

Nach Angaben von Oliver Niewöhner, dem stellvertretenden Leiter des Verkehrsmanagements bei der VKU, ist der Grund für die Probleme, die Fahrstrecke der Linie R 82 umzustellen, recht kompliziert. Die Buslinie benötigt ohnehin schon mehr Zeit als die Linie R 81, weil sie in Rünthe nicht den schnelleren Weg über die Industriestraße nimmt, sondern den langsameren durch die Kettelersiedlung. Wenn sie auch noch die längere Strecke durch Overberge nimmt, wird die sogenannte „Wendezeit“ an der Endhaltestelle am Krankenhaus in Werne zu kurz. Dort kann der Bus nicht später als bisher die Rückfahrt antreten, denn die beiden Buslinien sollen auch weiterhin im exakten Halbstundentakt fahren.

Pause für die Busfahrer zu kurz

Ein Problem ist das vor allem für die Busfahrer. Sie hätten nach der langen Fahrt von Unna nach Werne keine Zeit mehr, zur Toilette zu gehen. Die VKU hat eine Vereinbarung mit dem Krankenhaus, dass die Busfahrer die Sanitäranlagen nutzen können. „Allein für den Weg vom Bus ins Gebäude und zurück ist einige Zeit erforderlich“, erklärt der Verkehrsmanager.

An der Endhaltestelle Unna ist die VKU flexibler

In Unna sei das Problem nicht so groß, sagt Niewöhner. Dort verkehren mehr Linien. Dort könne die VKU auch einen Bus, der vorher auf einer anderen Linie unterwegs war und eine ausreichende Wendezeit hat, als R 81 oder 82 weiterfahren lassen. „In Werne geht das nicht. Dort haben wir nicht genug Linien“, erläutert der Verkehrsplaner.

Beschleunigungsmöglichkeiten an Ampeln gesucht

Das bedeute allerdings nicht, dass die VKU nicht nach Wegen sucht. Die Verkehrsgesellschaft will sich mit den Kommunen zusammensetzen, durch die die beiden Buslinien führen und nach Beschleunigungsmöglichkeiten suchen. Das könnten zum Beispiel Vorrangschaltungen für Busse an Ampeln sein, die Fahrzeit sparen. Sie müssen sich so summieren, dass am Ende eine ausreichende Pause in Werne dabei herauskommt.

Komplizierte Prüfung

Das ist allerdings nicht so einfach. Die VKU und die beteiligten Kommunen müssen prüfen, ob die Technik der Ampeln überhaupt eine Vorrangschaltung möglich macht. Außerdem müssen sie klären, wer die Kosten dafür trägt. Das ist wohl auch der Grund, warum sich die Kosten noch nicht beziffern lassen.

Außerdem kann die VKU noch nicht sagen, wann die Beschleunigungsmöglichkeiten geprüft und umgesetzt sind.

Zeit bis Anfang 2020 ist zu kurz

Die Verkehrsgesellschaft geht allerdings davon aus, dass es nicht zu dem Zeitpunkt möglich ist, der eigentlich geplant war. Eigentlich sollte die Linie R 82 die Strecke über Overberge schon ab Anfang des kommenden Jahres nehmen. „Wir behalten das Ziel aber auf jeden fall im Blick“, versicherte Niewöhner.

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