VKU-Busfahrerin führt Handy-Dauertelefonate während der Fahrt von Dortmund nach Bergkamen

dzVorwurf eines Fahrgastes

Eine Busfahrerin der VKU hat durch ihre Fahrweise die Fahrgäste in Gefahr gebracht. Nach Beobachtungen eines Bergkameners lag das daran, dass sie während der Fahrt telefonierte – mehrfach .

Bergkamen

, 19.06.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bergkamener Thorsten Szczyrba nutzt regelmäßig den Schnellbus S 30, um zur Arbeit nach Dortmund zu kommen. Was er in dieser Woche bei der Rückfahrt erlebte, wird er aber so schnell nicht vergessen: Ein Dauertelefonat der Busfahrerin mit dem Handy - während der Fahrt.

Das Dauertelefonat soll sich auf der Fahrt von Dortmund nach Bergkamen ereignet haben.

Das Dauertelefonat soll sich auf der Fahrt von Dortmund nach Bergkamen ereignet haben. © Kevin Kindel

Szczyrba saß ziemlich weit vorne. Schon bei der Abfahrt in Dortmund wunderte er sich, dass die Fahrerin vor sich hinsprach. Auch der Fahrstil ließ zu wünschen übrig: „Sie fuhr fast Schlangenlinie“, schildert Szczyrba. Dann sah er den Grund dafür: Die Fahrerin telefonierte mit ihrem Handy, das sie am Hals ans Poloshirt geklemmt hatte. Und es blieb nicht bei einem Telefonat, wie Szczyrba berichtet. Zehn Minuten lang hörte sich Szczyrba das Gespräch an. „Dann bat ich die Busfahrerin, uns doch bitte sicher nach Bergkamen zu fahren und die diversen Telefonate zu unterlassen“, berichtet er.

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Die Busfahrerin hält an, um zu telefonieren

Die Frau legte das Mobiltelefon auch tatsächlich zur Seite. Dann folgte etwas, was Szczyrba als „Gipfel der Unverschämtheit“ empfindet: „Die Busfahrerin meldete sich ernsthaft bei der Zentrale der VKU und wollte sich ein Okay für ein weiteres Telefonat währen der Fahrt holen.“ Sie begründete das laut Szczyrba mit der Verspätung, die sie ja zum Teil selbst verursacht habe, und damit, ihr Auto aus der Werkstatt holen zu müssen.

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Offenbar bekam sie die Erlaubnis nicht. Jedenfalls, berichtet Szczyrba, hielt sie an der nächsten Haltestelle in Weddinghofen, schaltete den Motor ab und stieg aus, um zu telefonieren. Der Bus habe da bereits eine Viertelstunde Verspätung gehabt. Als sie offenbar niemand erreichte, setzte sie die Fahrt fort.

Nach seiner Rückkehr nach Hause schickte Szczyrba eine E-Mail an die VKU, die der Redaktion vorliegt: „Ich bitte darum, die Fahrerin entsprechend anzuweisen, solche Dinge, die die Sicherheit der Fahrgäste gefährden, zu unterlassen“, schreibt er darin.

VKU will Stellungnahme der Fahrerin abwarten

Das wird möglicherweise geschehen. Die VKU wollte sich zwar auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall äußern. „Wir wollen erst einmal die Stellungnahme der Fahrerin abwarten“, sagte Manuela Schulz aus dem Verkehrsmanagement. Allerdings habe die VKU die Möglichkeit, die Geschehnisse während der Fahrt auf elektronische Weise zu überprüfen. Wenn die Schilderung des Fahrgastes zutreffe, habe die Busfahrerin gegen die Straßenverkehrsordnung und gegen die VKU-Richtlinien verstoßen.

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