Vielleicht wird es doch noch etwas mit dem neuen Gewerbegebiet an der A2-Auffahrt

dzWirtschaftsentwicklung

Der Plan für ein neues Gewerbegebiet an der Lünener Staße gegenüber der A2-Auffahrt ist bisher am Regionalverband Ruhr (RVR) gescheitert. Doch nun werden die Karten neu gemischt.

21.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Bergkamen will einen neuen Vorstoß unternehmen, um doch noch ein neues Gewerbegebiet an der Lünener Straße gegenüber der A2-Auffahrt einzurichten. Jedenfalls hofft auch Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) auf ein Umdenken beim Regionalverband Ruhr (RVR) und begrüßt deshalb den Vorstoß von CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel. Der hatte beim Neujahrsempfang seiner Partei angekündigt, einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat einzubringen.

Der Antrag der CDU kann mit einer Mehrheit rechnen

Schäfer rechnet damit, dass der eine Mehrheit findet: Auch die SPD dürfte nichts gegen diesen Vorschlag haben. Schließlich benötigt Bergkamen dringend neue Gewerbeflächen.

Der Plan für eine solche im Dreieck zwischen der Autobahn, der Lünener Straße und der Straße Am Langen Kamp war dann auch nicht an der Bergkamener Kommunalpolitik gescheitert, sondern am RVR, der seine Genehmigung verweigerte. Zur Begründung hieß es, dass das Areal nicht an besiedeltes Gebiet grenze. Das sei eine Politik, die noch von dem ehemaligen Grünen Umweltminister Johannes Remmel geprägt sei, sagte Schäfer: „Er wollte Gewerbegebiete verhindern.“

Jetzt lesen

Inzwischen regiert in Düsseldorf bekanntlich Schwarz-Gelb. Und auch beim RVR hat es zuletzt eine wichtige personelle Veränderung gegeben. Die Regionalversammlung des Verbandes hatte im Dezember den Planungsdezernenten Martin Tönnes abgesetzt. Das deuten sowohl Schäfer als auch die CDU in Bergkamen als Signal dafür, dass es zu einem Umdenken in Sachen Gewerbegebiet kommt. Die Fläche in der Nähe der Autobahn hat aus Sicht der Stadt einen weiteren Vorteil: „Sie befindet sich größtenteils in Besitz der Wirtschaftsförderungesellschaft des Kreises Unna“, sagte Schäfer.

An der Industriestraße wollen die Eigentümer nicht verkaufen

Der Plan der Stadt zwischen der Industriestraße und der Overberger Straße an der Stadtteilgrenze zwischen Rünthe und Overberge eine Gewerbefläche einzurichten, scheiterte daran, dass sie sich mit den Eigentümern nicht einigen konnte. Allerdings ist auch ein Teil der Areals an der Lünener Straße noch in Privatbesitz. Schäfer ist jedoch optimistisch, mit dem Eigentümer eine Einigung erzielen zu können.

Falls es tatsächlich zu einem neuen Gewerbegebiet an der Lünener Straße kommt, sollen dort aber nicht wie im benachbarten Logistikpark A2 Großunternehmen angesiedelt werden. Vielmehr gehe es dort um kleine und mittlere Unternehmen, sagt der Bürgermeister: „Auch da haben wir eine Warteliste“.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Unterhaltung
„The Biggest Loser“: Anthony Karrenberg hat die Runde trotz Problemen geschafft
Hellweger Anzeiger Geschichte in Heil
Spritzenhaus und Leichenwagenhalle: Historische Schätze sollen besser zur Geltung kommen
Hellweger Anzeiger „Bergkamen for all“
Mit vielen Bildern: So stellen sich Jugendliche Bergkamen in Zukunft vor
Hellweger Anzeiger Konjunkturprogramm
Neues Dach für das Pestalozzihaus, weil die Stadt noch schnell Geld ausgeben muss
Hellweger Anzeiger Digitale Tourismus-Förderung
„Lauschtour 2.0“ und die Römer-Lippe-App sollen Touristen nach Bergkamen locken
Meistgelesen